Wollzeile 18

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1., Schulerstraße 11-13, um 1940
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1903
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung Zum roten Gattern, Zum guten Hirten
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt Ludwig Schöne
Prominente Bewohner
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  29.01.2017 durch DYN\krabina
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Bildname Schulerstraße11-13.jpg
Bildunterschrift  1., Schulerstraße 11-13, um 1940
Bildquelle WStLA, Fotosammlung Stadtplanung, Reiffenstein
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
Innere StadtSchulerstraße13
Innere StadtWollzeile18

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt91217951821
Stadt84117701795
Stadt82517701795
Stadt86018211862
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Wollzeile 18 (Konskriptionsnummer 860), Schulerstraße 13.

Hier standen ursprünglich zwei einstöckige Häuser. Die Front des einen lag an der Wollzeile (Haus A), die des anderen an der Schulerstraße (Haus B).


Haus A "Zum roten Gattern"

Die erste urkundliche Erwähnung dieses Hauses, das den Namen "Zum roten Gattern" führte, stammt aus dem Jahr 1376. Damals gehörte es den jeweiligen Besitzern des größeren Nachbarhauses Stadt 859 (Wollzeile 20), doch brechen die Aufzeichnungen bald danach wieder ab. Das nächste Dokument, das sich auf dieses Haus bezieht, stammt aus dem Jahr 1446. 1496 stand es im Mittelpunkt eines Streites zwischen seinem Besitzer und der Eslarnstiftung (siehe Wollzeile 16). Im 18. Jahrhundert wurde es mehrfach versteigert.


Haus B "Zum guten Hirten"

Dieses Haus war der Universität dienstbar und wird im Hofquartierbuch von 1566 als Zuhaus zur (schräg gegenüberliegenden) Juristenschule (Schulerstraße 14) bezeichnet. Die Besitzer des den Namen "Zum guten Hirten" führenden Gebäudes sind erst ab 1683 bekannt. 1784 wurde die Grunddienstbarkeit des Hauses der Stadt übertragen.


Haus Stadt 860

1795 kamen beide Häuser in eine Hand und wurden demoliert. An ihre Stelle trat ein vier Stockwerke hoher Neubau, der auf einer Grundfläche von 364 Quadratmeter stand. 1903 wurde auf etwas verringerter Grundfläche (352 Quadratmeter) das heutige Haus nach Plänen von Ludwig Schöne errichtet, das der der "wechselseitigen Lebensversicherung Janus" gehörte. Bei dem verheerenden Bombenangriff vom 8. April 1945 kam es außer einem zersplitterten Glasdach nur zu kleineren Splitter- und Druchschäden.


Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 4, 3. Teil. Wien ²1955 (Manuskript im WStLA), S. 536-539