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Wolfgang Ambros

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Personenname Ambros, Wolfgang
Abweichende Namensform
Titel
Geschlecht männlich
GND 118839292
Geburtsdatum 19.03.1952
Geburtsort Wien
Sterbedatum
Sterbeort
Begräbnisdatum
Friedhof
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Liedermacher, Sänger, Musiker
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Gedenktage
Letzte Änderung am  16.02.2017 durch WIEN1\lanm09bar
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AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Amadeus Austrian Music Award, Lebenswerk2002
Großes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich13 Juli 2015
Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien31 Oktober 19949 Mai 1995
Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien19 März 200210 April 2002

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NameBeziehung
Joesi ProkopetzKollege

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Wolfgang Ambros, * 19. März 1952 Wien, wuchs in Wolfsgraben auf, Liedermacher, Sänger, Musiker.

Biographie

Wolfgang Ambros wurde als Sohn eines Volksschuldirektors und einer Lehrerin in Wolfsgraben bei Wien geboren. Nach einer abgebrochenen Ausbildung zum Siebdrucker an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt arbeitete er zunächst als Schreibmaschinenmechaniker, Auslagenarrangeur und Schallplattenverkäufer in Wien und London.

1971 sang er gemeinsam mit Freunden vor dem Theseustempel im Wiener Volksgarten seine Lieder, darunter "Da Hofa" nach einem Text seines Klassenkameraden Joesi Prokopetz. Von diesem Lied wurde seine erste Single produziert; sie erreichte einen Sensationserfolg und erreichte Platz 1 der österreichischen Pop-Charts.

Ambros wurde in der Folge zu einer Galionsfigur des Austropop. Er nimmt hauptsächlich eigene Texte und Musik auf, häufig jedoch auch Texte von Prokopetz. Daneben war er mit Übertragungen von Bob-Dylan- und Tom-Waits-Nummern ins Wienerische erfolgreich. Ambros, dessen Karriere im Gefolge der "68er-Revolution" begann, verkörpert mit Vorliebe den Typ des gesellschaftlichen Außenseiters. In den von ihm gesungenen Liedern, die fast ausnahmslos in der Sprache der Jugendlichen der sogenannten Unterschicht gehalten sind, vertritt er deren soziale Anliegen, oft gewürzt mit einer Prise "Wiener Schmäh". Nachdem er zum Bundesheer eingezogen worden war, aus dem er aus gesundheitlichen Gründen nach einigen Wochen wieder entlassen wurde, veröffentlichte er den Protestsong "Tagwache", der vom ORF boykottiert wurde.

Zu seinen bekanntesten Hits zählen "Die Blume aus dem Gemeindebau", "Zwickts mi", "Schifoan", "Sche langsam wochs ma z'samm" oder "Idealgewicht"; seine Langspielplatten tragen Titel wie "Alles andre zählt net mehr", "Es lebe der Zentralfriedhof", "Hoffnungslos", "Schaffnerlos", "Wie im Schlaf" (Lieder von Bob Dylan), "Weiß wie Schnee", "Mann und Frau" oder "Nach mir die Sinnflut" (Lieder von Tom Waits).

Mehrfach unternahm Ambros den Versuch, ein österreichisches Rockmusical zu schaffen: das "Rustical" "Der Watzmann ruft" (zunächst 1971 als gelesene Mitternachtseinlage, 1972 als Hörspiel auf Ö3), "Der Fäustling" (1973 "Arena 72", gemeinsam mit Joesi Prokopetz und Manfred Tauchen), "Karli" (1976 Wiener Stadthalle, gemeinsam mit Georg Danzer und Christian Kolonovits). Gelegentlich tritt er auch als Bühnen- und Filmschauspieler auf.

Ambros sieht sich in der Tradition bodenständiger Musiker wie etwa Robert Stolz, von dem er ein Lied für die Theaterproduktion "Das Spiel vom lieben Augustin" neu arrangierte. 2005 und 2007 nahm er zwei CDs mit Liedern, die bereits Hans Moser gesungen hatte, auf.

Er arbeitete im Lauf seiner Karriere mit fast allen Größen der heimischen Pop-/Rockmusik zusammen; so entstanden beispielsweise ab 1997 Produktionen mit Georg Danzer und Rainhard Fendrich unter dem Namen “Austria 3“.

Seine erste Band, "Abadie", gründete Ambros 1973; drei Jahre später formierte er die "No. 1 vom Wienerwald", mit der er – in wechselnder Besetzung – bis heute auftritt. Seit 1976 tritt Ambros auch als Produzent in Erscheinung und unterhält zeitweise ein eigenes Plattenstudio.

Seit 2003 widmet sich Ambros auch verstärkt karitativen Projekten. So wurde in diesem Jahr das dritte Seniorenwohnheim für körperbehinderte Obdachlose mit der finanziellen Unterstützung von "Austria 3" eröffnet. 2004 erlitt der Künstler durch einen Feuerunfall schwere Verletzungen, von denen er sich bald erholen konnte. 2005 nahm Ambros ein weiteres Wohltätigkeitsprojekt in Angriff, die Gründung eines Spitals in Kwale in Kenia, das im Mai 2007 eröffnet wurde. Im Mai 2011 feierte Ambros sein 40jähriges Bühnenjubiläum mit einem Konzert in der Arena Wien. 2013 ging er wieder mit dem "Watzmann" auf Tournee. Ein Rückenleiden zwang Wolfgang Ambros, seine Karriere zu unterbrechen, bevor er im Juli 2014 in München sein Comeback feierte. 2015 trat er beim Nova Rock Festival auf.

Literatur

Links