Witwe-von-Sarepta-Brunnen

Aus Wien Geschichte Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Art des Bauwerks Sonstiges
Jahr von
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach Witwe aus dem Alten Testament, 2. Buch der Könige, 4. Kapitel
Einlagezahl
Architekt Johann Martin Fischer, Franz Xaver Messerschmidt
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  28.01.2017 durch DYN\krabina
Export RDF-Export (Resource Description Framework) RDF
BezirkStraßeHausnummer
Innere StadtJohannesgasse15-17

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Derzeit wurden noch keine Konskriptionsnummer zu diesem Bauwerk erfasst!
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Sogenannter Witwe-von-Sarepta-Brunnen (1, Johannesgasse 15-17, Rückseite des Hofes des Savoyenschen Damenstifts).

Dieser Wandbrunnen (Halbovalbecken auf Steinstufen) wird von Löwen auf Sockeln flankiert. In der Wandnische befindet sich eine weibliche Gestalt (mit Krug als Wasserspeier), ihr zu Füßen zwei Putten mit drei Vasen. Tatsächlich stellt der Brunnen nicht die biblische Witwe von Sarepta dar, sondern die vom Propheten Elisäus (Elischa) mit Ölkrügen unterstützte arme Witwe (Altes Testament, Zweites Buch der Könige, viertes Kapitel). Im Bleirelief oberhalb des Architravs wird der Prophet selbst dargestellt.

Johann Martin Fischer und Franz Xaver Messerschmidt teilen sich, soweit feststellbar, den Ruhm, den Brunnen geschaffen zu haben. Es ist nicht auszuschließen, dass sich Messerschmidt an den Stil Georg Raphael Donners angeschlossen hat.


Literatur

  • Peter Pötschner: Der Brunnen im Hof des Savoyenschen Damenstiftes in Wien. In: Österreichische Zeitschrift für Kunst und Denkmalpflege 35 (1981), S. 96 ff.
  • Gerhardt Kapner: Freiplastik in Wien. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1970, S. 473 f.
  • Justus Schmidt / Hans Tietze: Dehio Wien. Wien: A. Schroll 1954 (Bundesdenkmalamt: Die Kunstdenkmäler Österreichs), S. 79 f.
  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 5, 2. Teil. Wien ²1956 (Manuskript im WStLA), S. 272