Wipplingerstraße 30

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Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1879
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt Donat Zifferer
Prominente Bewohner Ferdinand Pálffy von Erdöd
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  29.01.2017 durch DYN\krabina
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BezirkStraßeHausnummer
Innere StadtWipplingerstraße30
Innere StadtRenngasse11-13

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Derzeit wurden noch keine Konskriptionsnummer zu diesem Bauwerk erfasst!
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Wipplingerstraße 30, identisch mit Renngasse 11-13, erbaut 1879.

Auf den ehemaligen Gründen zwischen der Renngasse und dem Börsepark wurden in der nun verlängerten Front der Wipplingerstraße zwei moderne Zinnshäuser errichtet: Wipplingerstraße 30 und Wipplingerstraße 31. Das Gebäude wurde 1879 durch den Architekten Donat Zifferer erbaut. 1885 ist die Eigentümerin des Hauses die wechselseitige Lebensversicherungsanstalt Janus, diese verkaufte es mit Kaufvertrag vom 11. Mai 1921 an die Allgemeine Kredit- und Garantiebank Kompass, die es am 28. Juli 1937 der Arbeiter Krankenkasse für Steiermark verkaufte (seit 1949 Steiermärkische Gebietskrankenkasse für Arbeiter und Angestellte).

In diesem Haus starb der Theaterdirektor Ferdinand Pálffy von Erdöd.

Kriegsschäden

Am 12. März 1945 erlitt das Gebäude schwere Bombenschäden. Mit Rücksicht das verherrenden Ausmaß, liegt die Vermutung nahe, dass es sich hier um gekoppelte Bomben (sogenannte Kettenbomben) gehandelt hat. In dem der Renngasse zugekehrten Trakt stürzten die vier obersten Geschosse in einer Breite von sieben Fensterachsen in sich zusammen und auch die beiderseits anschließenden Räume wurden stark verwüstet und zerstört. Straßenseitig hielt die Decke zwischen erstem Stockwerk und Erdgeschoss den auf sie einstürzenden Schuttmassen stand, hofseitig bereits die oberste Decke. Ein großer Teil des Schuttes und der sich vom Gebäude loslösenden Trümmer stürzte in den Hofraum, durchbrach das diesen überdeckende Glasdach und riss die Eisenkonstruktion mit. Genau unterhalb der Einschlagstelle lag der Luftschutzkeller, in dem sich viele Menschen befanden, doch kamen diese ohne Verletzungen davon und konnten den Raum durch einen Mauerdurchbruch zum Nebenhaus verlassen.

Gewerbe und Firmen innerhalb des Hauses im Laufe der Jahre

  • Wechselseitige Lebensversicherungsanstalt Janus (1885-1921)
  • Allgemeine Kredit- und Garantiebank "Kompass" (1921-1937)
  • Steiermärkische Gebietskrankenkasse für Arbeiter und Angestellte (ab 1937)

Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 2, 3. Teil. Wien ²1953 (Manuskript im WStLA), S. 641