Wipplingerstraße 12

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Der Neubau des Hauses Wipplingerstraße 12
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1901
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt Karl Theodor Bach
Prominente Bewohner Kaspar Schlick, Herberstein
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  26.01.2017 durch DYN\krabina
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Bildname Wipplingerstraße 12.jpg
Bildunterschrift  Der Neubau des Hauses Wipplingerstraße 12
Bildquelle Wienbibliothek im Rathaus, D 76617: Der Architekt, März 1904, S. 23
Bildrechte
BezirkStraßeHausnummer
Innere StadtWipplingerstraße12

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Innere Stadt41317701775
Innere Stadt39217751821
Innere Stadt36218211862
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Wipplingerstraße 12 (Konskriptionsnummer 362).

Am 26. November 1421 wird das Gebäude erstmals erwähnt. Nach mehrmaligem Besitzerwechsel gelangte es im Jahr 1447 in den Besitz des Kaspar Schlick, Herrn von Weißkirchen und Kanzler des heiligen römischen Reiches. Kaspar Schlick war Kanzler dreier Kaiser (Sigmunds, Albrechts II. und Friedrichs III.) gewesen und dadurch zu einer großen Machtstellung gelangt. 1398 geboren, zählte er gleich seinem Freund Aeneas Silvius Piccolomini (dem späteren Papst Pius II.) zu den größten Gestalten der Wiener Gesellschaft. Zusammen mit Aeneas Silvius Piccolomini verfasste er den erotischen Roman: "Amores Euryali et Lucretiae", der als erster Wiener Roman bezeichnet wird. Dieser Prosaroman schildert mittels einer Wiener Hauptperson Wiener Verhältnisse und Stimmungen wieder. Kaspar Schlick starb am 8. Juli 1449 in diesem Gebäude und bekam seine letzte Ölung von seinem Jugendfreund Aeneas Silvius Piccolomini, der inzwischen Priester geworden war.

1620 wurde das Haus "Zum goldenen Esel" genannt. Im 17. Jahrhundert war das Gebäude im Besitz der Grafen Herberstein.


Der Neubau

1901 wurde durch die Wiener Baugesellschaft nach Plänen des Chefarchitekten Professor Karl Theodor Bach das gegenwärtige Gebäude erbaut. 1911 befand sich die Gesellschaft noch im Besitz des von ihr erbauten Hauses. Mit Kaufvertrag vom 7. Jänner 1918 wurde es von Eduard und Olga Kunstadt erworben, mit Kaufvertrag vom 15. beziehungsweise 20. Mai 1941 von der ersten niederösterreichischen Brandschaden Versicherung A.G.

Aufgrund eines von der Rückstellungskommission am 2. Februar 1949 geschlossenen Vergleiches wurde das Haus Frau Else Allen zugesprochen.


Gewerbe und Firmen innerhalb des Hauses im Laufe der Jahre


Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 2, 3. Teil. Wien ²1953 (Manuskript im WStLA), S. 594-597