Wilhelm Karczag

Aus Wien Geschichte Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Personenname Karczag, Wilhelm
Abweichende Namensform
Titel
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 28.08.1857
Geburtsort Karcag (Ungarn)
Sterbedatum 11.10.1923
Sterbeort Baden bei Wien
Begräbnisdatum 09.10.1926
Friedhof Hietzinger Friedhof
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Theaterdirektor, Schriftsteller, Journalist
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche Karczaggasse, Wilhelm-Karczag-Weg
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  17.12.2014 durch DYN\krabina
Export RDF-Export (Resource Description Framework) RDF


FunktionFunktion vonFunktion bis
Direktor des Theaters an der Wien1901
Direktor des Raimundtheaters1911
Direktor des Wiener Stadttheaters1917

Es wurden noch keine Auszeichnungen zu dieser Person erfasst!

Es wurden noch keine Adressen zu dieser Person erfasst!

Es wurde noch keine Familie zu dieser Person erfasst! Es wurden noch keine Beziehungen zu dieser Person erfasst!

Wilhelm Karczag, * 28. August 1857, † 11. Oktober 1923 Baden bei Wien, Sanatorium Gutenbrunn (Hietzinger Friedhof), Theaterdirektor, Schriftsteller, Gattin (1891), Julie Kopacsi, Operettensängerin. Kam 1894 nach Wien und pachtete 1901 das (zuvor renovierte) Theater an der Wien (das damals noch eine Gastspielbühne war). Er setzte bald Operetten auf den Spielplan und erzielte mit Lehárs „Wiener Frauen" einen ersten großen Erfolg. Unter Karczag, der das Theater an der Wien bis zu seinem Tod leitete (1904-1911 gemeinsam mit Karl Wallner), erlebte die Operette in Wien eine neue Glanzzeit; unter seiner Leitung kamen Werke von Kaiman und Eysler zur Aufführung, unter den Schauspieler-Sängern ragten Girardi, Fischer und Tautenhayn hervor. Karczag pachtete mit Wallner 1908 auch das Raimundtheater und ersteigerte 1917 das Stadttheater; damit vereinigte er alle großen Wiener Operettenbühnen in seiner Hand. Gedenkrelief (8, Laudongasse 36; Adolf-Schärf-Heim „Vindobona", das an der Stelle des Stadttheaters errichtet wurde).


Literatur

  • Franz Hadamowsky: Wien – Theatergeschichte. Von den Anfängen bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1988, S. 624 ff., S. 741 ff., S. 788 und Register
  • Richard Bamberger / Franz Maier-Bruck: Österreich-Lexikon in zwei Bänden. Band 1: A–K. Wien: Österreichischer Bundesverlag / Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1966
  • Robert Teichl: Österreicher der Gegenwart. Lexikon schöpferischer und schaffender Zeitgenossen. Wien: Verlag der Österreichischen Staatsdruckerei 1951
  • Siegfried Lang: Almanach der Unterhaltungskomponisten des 20. Jahrhunderts. Wien: Österreichischer Komponistenbund 1974
  • Felix Czeike: VIII. Josefstadt. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1980 (Wiener Bezirkskulturführer, 8), S. 65
  • Bundesdenkmalamt [Hg.]: Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Wien. II. bis IX. und XX. Bezirk. Wien 1993, S. 356
  • Die Presse, 11.01.1985
  • Spiegel, 14.01.1985, S. 162
  • Kurier, 05.11.1976
  • Rathaus-Korrespondenz, 13.02.1990