Widmertor

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Art des Bauwerks Sonstiges
Jahr von 1200
Jahr bis 1553
Andere Bezeichnung porta lignorum
Frühere Bezeichnung
Benannt nach Witmarkt
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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BezirkStraßeHausnummer
1Heldenplatz

frühere Adressierung

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Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Widmertor (1, Bereich des Durchgangs vom Heldenplatz durch den Leopoldinischen Trakt auf den Platz In der Burg). Das Widmertor befand sich als Teil der Babenberger Ringmauer in der Verlängerung des Kohlmarktes. Als - wahrscheinlich ab den 1230er bis 1240er Jahren - der Bau einer Burg an der babenbergischen Stadtmauer in Angriff genommen wurde, erhielt der Westturm (Widmerturm) der Burg zugleich die Funktion eines Torturms in der Ringmauer. Der Name leitet sich vom Witmarkt her (althochdeutsch wit = Holz; Holz[kohlen]markt, später Kohlmarkt) benannt; noch 1390 erinnert der lateinische Ausdruck „porta lignorum" (lignum = Holz) an diese Verbindung. Das Tor war namensgebend für das Widmerviertel, eines der vier mittelalterlichen Stadtviertel. Der Widmerturm wird erstmals 1418 erwähnt. Der Torbau wurde unter Ferdinand I. 1553-1559 in einen Wohntrakt mit sechs Fensterachsen integriert, der an den Schweizertrakt angebaut wurde. Aus diesem Anbau entwickelte sich im 17. Jahrhundert der Leopoldinische Trakt der Burg.

Literatur

  • Richard Perger: Straßen, Türme und Basteien. Das Straßennetz der Wiener City in seiner Entwicklung und seinen Namen. Wien: Deuticke 1991 (Forschungen und Beiträge zur Wiener Stadtgeschichte, 22)
  • Ferdinand Opll: Alte Grenzen im Wiener Raum. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1986 (Kommentare zum Historischen Atlas von Wien, 4), S. 33
  • Gustav Gugitz: Bibliographie zur Geschichte und Stadtkunde von Wien. Hg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien. Band 3: Allgemeine und besondere Topographie von Wien. Wien: Jugend & Volk 1956, S. 118 f.