Widerstandsbewegung

Aus Wien Geschichte Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
05 (=OE) am Stephansdom
Art der Organisation Konfessionelle Verwaltungseinheit
Datum von
Datum bis
Benannt nach
Prominente Personen
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Letzte Änderung am  3.07.2017 durch WIEN1\lanm08son
Export RDF-Export (Resource Description Framework) RDF
Bildname 05.jpg
Bildunterschrift  05 (=OE) am Stephansdom
Bildquelle Christian Michlits
Bildrechte

Es wurden noch keine Adressen zu dieser Organisation erfasst!

frühere Adressierung

Es wurden noch keine früheren Adressen zu dieser Organisation erfasst!

Es wurden noch keine Bezeichnungen zu dieser Organisation erfasst!

Bald nach der gewaltsamen Einverleibung Österreichs durch Hitlerdeutschland im März 1938 (siehe Anschlussbewegung) formierten sich Widerstandsgruppen, die in verschiedenen Formen gegen das Regime der Nationalsozialisten auftraten. Der Bogen ihrer Tätigkeit reichte von der Bildung konspirativer Gruppen über Hilfeleistung für Verfolgte und illegale Flugblatt- und Zeitungspropaganda bis zur Sabotage und zu Militäraktionen.

Denkmal für die aufgrund von Widerstandshandlungen gegen das NS-Regime getöteten Mitarbeiter der Wiener Gaswerke am Betriebsgelände des ehemaligen Gaswerks Simmering, 2017

Gruppierungen

Lange Zeit dominierten weltanschauliche und politisch orientierte Gruppierungen (Sozialisten, Kommunisten, Katholiken, Legitimisten, "Bibelforscher" und andere), ehe gegen Kriegsende auch überparteiliche Organisationen (wie beispielsweise die "O5") in Erscheinung traten.

Widerstandshandlungen

Die wichtigsten Widerstandshandlungen in Wien waren die Aktion des 20. Juli 1944, als die NS-Führung vorübergehend festgenommen werden konnte, sowie das Bemühen der militärischen Widerstandsgruppe um Major Szokoll ("Operation Radetzky") zur kampflosen Übergabe der Stadt Wien an die Rote Armee im April 1945.

Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer

Tausende Widerstandskämpfer(innen) wurden von der Gestapo verhaftet, misshandelt, in Konzentrationslager und Gefängnisse gebracht; Hunderte wurden in Wien im Landesgericht, am Militärschießplatz Kagran und an anderen Orten aus politischen Gründen hingerichtet, beispielhaft genannt sei etwa Eduard Göth. Die politische Bedeutung des Widerstands lag vor allem darin, einen Beitrag zur Befreiung Österreichs geleistet zu haben, wie er in der Moskauer Deklaration der Alliierten 1943 von den Österreichern gefordert worden war (Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes).

Während der NS-Zeit wurden im ehemaligen Österreich 2.700 Widerstandskämpfer hingerichtet; 16.493 Menschen wurden in Konzentrationslagern ermordet oder sind auf andere Weise in ihnen umgekommen, weitere 9.687 starben in Gestapogefängnissen sowie 6.420 aufgrund politischer Delikte in Zuchthäusern und Gefängnissen Eingekerkerte (insgesamt 35.300).

Literatur

  • Widerstand und Verfolgung in Wien 1934-1945. 3 Bände, 1975
  • Herbert Exenberger: Antifaschistischer Stadtführer Wien. 1985
  • Wolfgang Lauber: Wien. Ein Stadtführer durch den Widerstand 1934-1945. ²1988)
  • Briefmarkenabhandlung der Postdirektion anläßlich des Erscheinens von österreichischen Briefmarken, 19.10.1977