Walter Schmögner

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Personenname Schmögner, Walter
Abweichende Namensform
Titel
Geschlecht männlich
GND 118759949
Geburtsdatum 11.06.1943
Geburtsort Wien
Sterbedatum
Sterbeort
Begräbnisdatum
Friedhof
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Maler, Grafiker
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Gedenktage, Gedenktage-GW
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AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien11 November 200320 April 2004
Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst5 November 2010

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NameVerwandtschaftsgrad
Theobald SchmögnerVater

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GND: 118759949

Walter Schmögner, * 11. Juni 1943, Maler, Grafiker, Buchillustrator, Bühnen- und Kostümbildner.

Biographie

Walter Schmögner verbrachte in seiner Kindheit einige Jahre in Toledo (1949 bis 1953). Die Ausbildung zum Grafiker erhielt er an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien (1958 bis 63). Größten Einfluss auf seine frühe künstlerische Arbeit hatte sein Vater Theobald Schmögner, ebenfalls Maler und Grafiker. Am Anfang seiner Karriere illustrierte er Kurzgeschichten für verschiedene Tageszeitungen. 1963 zeigte er in einer ersten Ausstellung in der Wiener Galerie 33 Stufen (Wohnungsgalerie) Tuschezeichnungen. Viktor Matejka gehörte zu den frühen Förderern.

1964 gestaltete Schmögner das Bühnenbild zu Herzmanovsky-Orlandos "Der Gaulschreck im Rosennetz" (Inszenierung Herbert Lederer, Theater in der Drachengasse) und es entstanden zahlreiche weitere Bühnenbildentwürfe (und teils auch die Kostümentwürfe) wie 1977 zu Gerhard Roths "Sehnsucht" (Inszenierung Wolfgang Bauer, Steirischer Herbst Graz), 1987 zu Peter Ronnefelds "Nachtausgabe" (Inszenierung Wolfgang Weber, Staatsoper im Künstlerhaus Wien), 1993 zu Wolfgang Bauers "Die Kantine − Capriccio à la Habsburg" (Uraufführung, Inszenierung Karl Paryla, Schauspielhaus Graz), 1994 zu Brian Friels "Der Wunderheiler", 1995 zu "Schwejk" (beide Inszenierung Wolfgang Hübsch, Volkstheater Wien), 2002 zu Thomas Bernhards "Der Theatermacher" (Inszenierung Kai-Uwe Holsten, Ernst-Deutsch-Theater Hamburg), 2008 zu "Wie es euch gefällt" (Wiener Kindertheater im Studio Molière Wien) und zu "Anatol" (Inszenierung Joseph Lorenz, Landestheater Niederösterreich St. Pölten).

1969 erschien sein erstes Kinderbuch "Das Drachenbuch" (Auszeichnung mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis, Übersetzung in zwölf Sprachen, 1999 Neuauflage zum 100-Jahr-Jubiläum des Insel Verlages). Es folgte 1970 der Bildband "Böse Bilder" mit "braven Worten" von H.C. Artmann. Im selben Jahr beteiligte sich Schmögner an einer Ausstellung im Museum des 20. Jahrhunderts (und 1979 noch einmal). 1973 waren Arbeiten von Vater und Sohn Schmögner in einer Gemeinschaftsausstellung in der Galerie Gras in Wien zu sehen. Im Laufe der Jahre zeigte Walter Schmögner seine Arbeiten unter anderem bei Ausstellungen im Musée d’Art Moderne Paris, im Kunsthaus Zürich (beide 1972), dem Kulturhaus Graz (1972, 1977), der Graphischen Sammlung Albertina (1976, 2000, 2008, 2012), in der NÖArt-Galerie Wien (1981, 2014), der Schirn Kunsthalle Frankfurt am Main, dem Kunstforum Wien (beide 1991), im Szépmüveszeti Múzeum Budapest (1992, 2001), in der National Gallery of Modern Art Jaipur Haus New Delhi (1996), im Historischen Museum der Stadt Wien (1997, Retrospektive 1963 bis 1996), im Rupertinum Salzburg (2000), der Burgenländischen Landesgalerie Eisenstadt (2004), im Karikaturmuseum Krems (2009), im Leopold Museum Wien (2011) und im Museum der Moderne Salzburg (2012).

Schmögner entwarf und gestaltete für etwa 30 Bücher, Kinderbücher und Kunstbände Illustrationen und Beiträge oder zeichnete komplett dafür verantwortlich. Im Zuge dessen kam es unter anderem zur Zusammenarbeit mit H. C. Artmann, Barbara Frischmuth, Peter Hacks und Helmut Qualtinger. Künstlerische Buchgestaltungen entstanden etwa für Robert Walser und Hermann Hesse. Aus den Buchpublikationen seien exemplarisch genannt: "Das Ploppwu-u-umwhaaash", "Traumbuch für Kinder" (beide 1970), Illustration und Buchgestaltung für "Mrs Beestons Tierklinik" von Renée Nebehay (1971), "Das Etikettenbuch für Kinder" (1972), "Das unendliche Buch" (1973), "Der Traum vom Rückenwind" (1980, Kodak Fotopreis), "Das neue Drachenbuch" (1981), "Das 12. Tagebuch" (1989), "Aus dem poetischen Hirnkasten" von W. A. Mozart (2003) und "Ein verrücktes Huhn" (Text: Heinz Janisch, 2011).

In der ORF-Serie "Impulse" wurde 1973 Schmögners Experimentalfilm "Fenster vor den Wolken" (30 min) gesendet. 1998 zeigte die Diagonale 98 (Festival des österreichischen Films, Graz) Experimentalfilme des Künstlers unter dem Titel "Kunsttransfer 2".

Als Grafiker gestaltete Schmögner zahlreiche Plakate und Kataloge sowie 1986 die Briefmarke "Faule Birne" (Serie "Moderne Kunst in Österreich"). Seine Tätigkeit für Tageszeitungen nahm er 1996 erneut auf und es erschienen ein Jahr lang wöchentlich "Co & Mix"-Zeichnungen in "Der Standard". Für die Sommerakademie Salzburg lehrte Schmögner 1998 bis 2000 als Gastprofessor.

Walter Schmögner lebt in Wien und im Südburgenland.

Literatur

  • Walter Schmögner. Magische Räume. Arbeiten auf Leinwand und Papier 1981−1990. Frankfurt <Main>: Insel Verlag 1991 [Wienbibliothek im Rathaus B-218587]
  • Galerie Würthle (Hrsg.): Walter Schmögner [Ausstellungkatalog]. Wien: [Eigenverlag] 1986
  • Claus J. Carlé (Hrsg.): Walter Schmögner. Zeit zum Aufbrechen. Bilder, Zeichnungen und Objekte 1973−1978. Frankfurt am Main: Insel Verlag 1978
  • Friedrich C. Heller: Walter Schmögner. Werke aus 12 Jahren [Katalog Graphische Sammlung Albertina]. Wien: [Eigenverlag] 1976 [Wienbibliothek im Rathaus B-174940]

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