Wallnerstraße 6A

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Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1813
Jahr bis
Andere Bezeichnung Palais Palffy
Frühere Bezeichnung
Benannt nach Johann Graf Pálffy
Einlagezahl
Architekt Karl von Moreau
Prominente Bewohner
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  5.06.2017 durch DYN\krabina
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BezirkStraßeHausnummer
1Wallnerstraße6A

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Innere Stadt15517701795
Innere Stadt28417951821
Innere Stadt15617701795
Innere Stadt28517951821
Innere Stadt27318211862
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Wallnerstraße 6A

Hier befand sich das Haus Stephans des Walichpekchen, der zwischen 1375 und 1411 häufig genannt wird. Seine Nachbarin war laut 1378 datierter Urkunde Agnes die Ärztin. Unter Ärztinnen des Mittelalters verstand man Frauen, welche Nachfahrinnen der alten Kräuterfrauen und Zauberinnen waren. Zudem befand sich auf dem Grund noch ein drittes Haus. Auf dem Grund Nr. 273 konnten vier Häuser festgestellt werden. Schon im 14. Jahrhundert dürfte sich hier ein viertes Haus befunden haben, für dessen Besitzverhältnisse aber keine sicheren Unterlagen gegeben sind. Vom 15. Jahrhundert ergeben sich diese wie folgt:

Haus A: Im 15. Jahrhundert zweimal abgebrannt wurde es 1548 neu erbaut. Dieses Haus wurde 1796 von Maria Gabriele Gräfin von Palffy im Namen ihrer beiden Söhne erworben.

Haus B: bildete ursprünglich mit A ein Haus, das im 15. Jahrhundert einem Brand zum Opfer fiel. Zwischendurch gab es aber eine Trennung und schon bald nach 1618 zogen beide Häuser A und B in eines ein.

Haus C: Dieses Haus diente noch 1447 den Schotten. Ab 1548 ist der Eintrag identisch mit Haus A.

Haus D: war 1513 ein den Schotten dienstbares Haus. Ab 1770 gleich wie A.

1813 gingen die beiden noch bestehenden Häuser A und D in den Palastbau des Grafen Palffy auf. Weiter siehe unter Nr. 274.


Gewerbe und Firmen innerhalb des Hauses im Laufe der Jahre

1383 befand sich das dritte Haus im Besitz von sogenannten Perlheftern. Perlenhefter können zum Gewerbe der Schneider gezählt werden. Es handelt sich dabei um ein Luxusgewerbe, welches wie in diesem Fall seinen Sitz hauptsächlich in Adelsvierteln hatte zu welchem die Wallnerstraße und die Strauchgasse eindeutig zählten. Die kunstmäßige Art ihrer Beschäftigung reihte die Perlenhefter wie die Maler und auch die Goldschläger in die Lukaszeche ein.

Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 7, Wien ²1957 (Manuskript im WStLA), S. 86-90