Volkshochschule

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Volkshochschule Favoriten (1961)
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Objektbezug
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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Bildunterschrift  Volkshochschule Favoriten (1961)
Bildquelle AT-WSTLA, Fotoarchiv Palka, FC: 70000/4800
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0

Volkshochschule (VHS), Einrichtung der Erwachsenenbildung, die in Österreich eine eigenständige Entwicklung nahm.

Die Volksbildung in Wien beginnt 1887 mit den Sonntagsvorträgen des Wiener Volksbildungsvereins. Die "Volkstümlichen Universitätsvorträge", aus denen die erste europäische Abend-Volkshochschule hervorging, dienten der Verbreitung von Wissen und Kunst unter den breiten Massen der Bevölkerung; die Bestrebungen wurden ab 1898 von der Urania unterstützt.

In der nationalsozialistischen Ära wurde die Volkshochschularbeit von der DAF (Deutsche Arbeitsfront) wahrgenommen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen die Volkshochschulen in die Verwaltung der neu gegründeten Magistratsabteilung 50, 1979 wanderten die Aufgaben zur neu errichteten Magistratsabteilung 13

Von den 15 Wiener Volkshochschulvereinen sind die meisten in eigenen Gebäuden tätig, einige in "Häusern der Begegnung". Sie versorgen das Stadtgebiet flächendeckend durch Außenstellen in Schulen und städtischen Veranstaltungszentren.

Für Jugend- und Erwachsenenbildung, aber auch für kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen gibt es sechs Volksheime (historisch besonders bedeutend jenes in Ottakring, siehe Volkshochschule Ottakring) und vier Häuser der Begegnung.

Die Volkshochschule Favoriten erhielt 1962, die Volkshochschule Margareten 1978 einen Neubau, für die künstlerische Volkshochschule und die Volkshochschule Brigittenau wurden 1962 beziehungsweise 1964 ehemalige Schulen adaptiert.

Neue Volksheime entstanden 1954 in Großjedlersdorf, 1955 in der Per-Albin-Hansson-Siedlung, 1961 in Döbling (19, Heiligenstädter Straße 155, eröffnet am 15. September 1961) und 1964 in Kaisermühlen und auf der Krim. 1964 wurde für die Urania das Planetarium im Prater wieder aufgegeben.

Vergleiche auch die nachfolgenden Stichwörter, Arbeiterheim und Urania. Volksbildung

Literatur

  • Richard Bamberger [Hg.]: Österreich-Lexikon in zwei Bänden. Wien: Verlags-Gemeinschaft Österreich-Lexikon 1995
  • Wilhelm Filla: Volkshochschul-Arbeit in Österreich - zweite Republik. Eine Spurensuche. Graz: Leykam 1991
  • Ursula Knittler-Lux ([Hgin.]: Bildung bewegt. 100 Jahre Wiener Volksbildung. Wien: Verband Wiener Volksbildung 1987
  • Die Österreichischen Volkshochschulen, Strukturanalyse. Baden: Grasl 1995
  • Kurt Stimmer [Hg.]: Die Arbeiter von Wien. Ein sozialdemokratischer Stadtführer. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1988, S. 304 f.
  • Ferdinand Lettmayer [Hg.]: Wien um die Mitte des XX. Jahrhunderts - ein Querschnitt durch Landschaft, Geschichte, soziale und technische Einrichtungen, wirtschaftliche und politische Stellung und durch das kulturelle Leben. Wien: Jugend & Volk 1958, S. 796 ff.
  • Wiener Volksheime. In: Der Aufbau. Fachschrift der Stadtbaudirektion Wien 17 (1962), S. 508 ff.
  • Gerhardt Kapner: Volksbildungsbauten der Stadt Wien. In:Der Aufbau. Fachschrift der Stadtbaudirektion Wien 21 (1966), S. 435 ff.
  • Briefmarkenabhandlung der Postdirektion anläßlich des Erscheinens von österreichischen Briefmarken, 1987
  • Susanne Bock: Volksbildung oder Volk-Bildung? Die Wiener Volkshochschulenn von 1918 bis 1934. Dipl.-Arb. Univ. Wien. Wien 1992
  • Erika Gieler: Die Geschichte der Volkshochschulen in Wien von Rainer Simons bis 1945, Diss. Univ. Wien. Wien 1961
  • Fachzeitschrift. "Die Österreichische Volkshochschule (seit 1950)
  • Jahrbuch Volkshochschule. Beiträge zur Erwachsenenbildung (1991-1996)