Viktor Kraft

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Viktor Kraft (1955)
Personenname Kraft, Viktor
Abweichende Namensform
Titel Dr. phil., Univ. Prof.
Geschlecht männlich
GND 118715410
Geburtsdatum 04.07.1880
Geburtsort Wien
Sterbedatum 03.01.1975
Sterbeort Purkersdorf, Niederösterreich
Begräbnisdatum 10.01.1975
Friedhof Friedhof Hietzing
Grabstelle Gruppe 5, Nummer 97
Ehrengrab
Beruf Bibliothekar, Philosoph
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  11.08.2017 durch WIEN1\lanm09bum
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Bildname Viktorkraft.jpg
Bildunterschrift  Viktor Kraft (1955)
Bildquelle Wiener Stadt- und Landesarchiv, Presse- und Informationsdienst: FA1 - Großbildnegative, 55119/3
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0

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AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Wiener Ehrenmedaille in Silber26 Oktober 196026 Oktober 1960
Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst Erster Klasse25 Mai 1975
Preis der Stadt Wien für Geisteswissenschaft1955

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Kraft Viktor, * 4. Juli 1880 Wien (laut anderen Quellen 7. Juli 1880), † 3. Jänner 1975 Purkersdorf, Niederösterreich, Bibliothekar, Philosoph, Wirtschaftstheoretiker. Studierte an den Universitäten Wien und Berlin Geschichte und Geographie (Dr. phil. 1903 Wien), war 1913-1939 als wissenschaftlicher Beamter in der Universitätsbibliothek tätig und habilitierte sich 1914 an der Universität Wien für Philosophie (tit. ao. Prof. 1924, ao. Prof. 1926); er bildete an der Universitätsbibliothek auch das Nachwuchspersonal aus und war Mitglied der staatlichen Prüfungskommission für das Bibliothekswesen. Nach Zwangspensionierung (1938-1945) wurde er 1945 als Generalstaatsbibliothekar reaktiviert (Ruhestand 1947) und war 1950-1952 ordentlicher Universitätsprofessor und Ordinarius. Kraft gehörte in den späten 20er und in den 30er Jahren zum Wiener Kreis, dem auch Neurath, Schlick und Wittgenstein angehörten. Wirkliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften (1950). Zahlreiche wissenschaftliche Publikationen, in denen er sich besonders mit Erkenntnistheorie beschäftigte (Die Grundformen der wissenschaftlichen Methode, 1925; Die Grundlagen einer wissenschaftlichen Wertlehre, 1937; Einführung in die Philosophie und eine Darstellung des Wiener Kreises, 1950). Korrespondierendes (1950) und wirkliches Mitglied (1954) der Akademie der Wissenschaften. Preis der Stadt Wien für Geisteswissenschaften (1955).

Literatur

  • Das Jahrbuch der Wiener Gesellschaft. Biographische Beiträge zur Wiener Zeitgeschichte. Hg. von Franz Planer. Wien: F. Planer 1929
  • Robert Teichl: Österreicher der Gegenwart. Lexikon schöpferischer und schaffender Zeitgenossen. Wien: Verlag der Österreichischen Staatsdruckerei 1951
  • Isabella Ackerl / Friedrich Weissensteiner: Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik, Wien: Ueberreuter 1992 (Werkverzeichnis)
  • Lebendige Stadt. Almanach. Wien: Amt für Kultur, Volksbildung und Schulverwaltung der Stadt Wien 1954-1963. Band 10,1963, S. 133
  • Österreichische Akademie der Wissenschaften: Almanach. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Band 125, 1975, S. 521 ff.
  • Rathaus-Korrespondenz. Wien: Presse- und Informationsdienst, 03. 07. 1950, 06. 07. 1970, 01. 07. 1980