Verkehrsbank

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Allgemeine Verkehrsbank
Art der Organisation Firma
Jahr von 1880
Jahr bis 1927
Benannt nach
Prominente Personen
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Paul Harrer: Wien, seine Häuser
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Bildname Verkehrsbank.jpg
Bildunterschrift  Allgemeine Verkehrsbank
Bildquelle Alfred Paleczny
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
1Wipplingerstraße28
1Renngasse18

frühere Adressierung

Es wurden noch keine früheren Adressen zu dieser Organisation erfasst!

Es wurden noch keine Bezeichnungen zu dieser Organisation erfasst!
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Allgemeine Verkehrsbank (gegründet 1864 in 1, Wipplingerstraße 28, Renngasse 18), neues Gebäude am gleichen Standort erbaut 1880-1883 nach Plänen von Friedrich Schachner mit neobarocker Fassade mit Eckrundturm und hoher Kuppel, in den Obergeschossen Rohziegelausführung, im dritten Geschoß Beletage mit schweren Fensterbekrönungen). Das Gebäude diente später als Verwaltungsgebäude der Wiener Gebietskrankenkasse für Arbeiter und Angestellte und ist derzeit Sitz des Wiener Stadtschulrates.

Die Allgemeine Verkehrsbank wurde 1864 mit einem Aktienkapital von 800.000 Gulden gegründet. Sie hatte sich ursprünglich die Pflege der Mobiliarbelehnung zur Aufgabe gestellt und drei Pfandleihanstalten in den Vorstädten eingerichtet. Bald erstreckte sich ihre Tätigkeit auf alle Zweige des Bankgeschäftes, wobei sie der Ausgestaltung des Industriegeschäftes besondere Aufmerksamkeit zuwendete. Die Bank war insbesondere an Unternehmungen der österreichischen Schwer- und Waggonbauindustrie stark beteiligt. Aber auch in der österreichischen Papier- und Zuckerindustrie nahm sie eine führende Stellung ein. Einige bekannte Hotels von internationalem Rang, so Hotel Bristol und Hotel Imperial, gehörten dem Interessentenkreis der Allgemeinen Verkehrsbank an. Sie wurde gemeinsam mit der Unionbank im Frühjahr 1927 von der Bodencreditanstalt und nach deren Auflösung von der Creditanstalt-Bankverein übernommen. Zu diesem Zeitpunkt führte sie 20 Zweigstellen in Wien, neun in Niederösterreich und der Steiermark sowie eine in Polen. Sie war mit der Bank für Tirol und Vorarlberg eng verbunden.

Literatur

  • Renate Wagner-Rieger [Hg.]: Die Ringstraße. Bild einer Epoche. Die Erweiterung der Inneren Stadt Wien unter Kaiser Franz Joseph. Band 4. Wiesbaden: Steiner 1980, S. 374
  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 2, 3. Teil. Wien ²1953 (Manuskript im WStLA), S. 633