Urbar

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Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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(auch Dienstbuch, Salbuch), Verzeichnis der Güter eines Herrschaftsbesitzers oder Grundherrn samt den Erträgnissen (Zinszahlungen der Untertanen, Einkünfte von Gerichten und Betrieben); wichtige wirtschafts- und sozialgeschichtliche Quelle für die Stadt- und Landesgeschichte.

Das Urbar wurde in einem bestimmten Jahr angelegt und einen bestimmten Zeitraum hindurch durch Nachträge ergänzt, dann legte man ein neues an. Das älteste landesfürstliche Urbar für das Herzogtum Österreich stammt aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts.

Im Zuge der Verwaltungsreformen Maria Theresias wurde 1753 ein neues städtisches Urbar angelegt. Die Urbare wurden bis zur Ablöse der Grunduntertänigkeit (1848/1850) geführt. Grundbuchswesen, Grundherrschaft.

Literatur

  • Erich Zöllner [Hg.], Die Quellen der Geschichte Österreichs. Wien: Österreichischer Bundesverlag 1982 (Schriften des Instituts für Österreichkunde, 40) (Spezialliteratur)