Unterkämmerer

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Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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Nach der Funktionsteilung (1485 Trennung des Kammeramts in ein Ober- und ein Unterkammeramt) war der Unterkämmerer bis 1525 Mitglied des Genanntenkollegs, ab 1526 des Äußeren Rats. Er bestritt aus den ihm vom Oberkammeramt angewiesenen Beträgen die Ausgaben für das Bauwesen, den Feuerschutz und sonstige technische Belange, die Verbuchung geschah in der jährlich angelegten Unterkammeramtsrechnung.

Nach der Magistratsreform 1783, wurde durch ein Regierungsdekret von Joseph II. vom März 1789 der Stadtunterkämmerer in die Reihe der Magistratsräte aufgenommen, der Unterkämmerer war als Vorsteher des Unterkammeramtes zu verstehen und war bis 1818, als ihm ein so genannter Bauinspektor zur Seite gestellt wurde, auch dessen technischer Leiter. Die Beamten des Unterkammeramtes standen unter der unmittelbaren Aufsicht des Unterkämmerers, ihm wurde täglich vom Amtsoffizier das Geschäftsprotokoll zur Überprüfung vorgelegt und man musste mit ihm jeden Tag Rücksprache beispielsweise hinsichtlich Kommissionen halten.

Für weiter Informationen siehe Kämmerer, Unterkammeramtsgebäude, Unterkammeramtsrechnung, Unterkammeramt, Stadtbauamt, und vergleiche Oberkammeramt.

Literatur

  • Elfriede Sheriff: Die Ämter der Stadt Wien von 1783-1848 in verwaltungsgeschichtlicher und personeller Hinsicht. Diss. Univ. Wien. Wien 1977, S. 29-40