Tuchlauben 9

Aus Wien Geschichte Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
1., Tuchlauben 9; Steindlgasse, um 1940
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1368
Jahr bis
Andere Bezeichnung Zum weißen Storch
Frühere Bezeichnung
Benannt nach Zum weißen Storch (Apotheke)
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner Ulrich Kuck
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  28.01.2017 durch DYN\krabina
Export RDF-Export (Resource Description Framework) RDF
Bildname Tuchlauben9.jpg
Bildunterschrift  1., Tuchlauben 9; Steindlgasse, um 1940
Bildquelle WStLA, Fotosammlung Stadtplanung, Reiffenstein
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
Innere StadtTuchlauben9
Innere StadtSteindlgasse2
Innere StadtKleeblattgasse1-3

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt43018211862
Stadt43118211862
Stadt46317951821
Stadt46417951821
Stadt25217701795
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Tuchlauben 9, ("Zum weißen Storch", (Konskriptionsnummern 430, 431), Steindlgasse 2, Kleeblattgasse 1-3.

Dreifrontenhaus, an dessen Stelle sich bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts hinein zwei Häuser befanden.

Eckhaus Stadt 431

Dieses Gebäude wird erstmals 1368 erwähnt. Das Haus gehörte oft den jeweiligen Besitzern des Hauses Stadt 430 doch gab es immer wieder Besitztrennungen. Ab 1635 sind die Besitzer durchgehend identisch.

Haus Stadt 430

Dieses Haus lag bereits ganz in der Kleeblattgasse und wird erstmals 1368 erwähnt. 1515 vererbte Hanns Mangelhaimer das Haus seiner Tochter Margarete, die mit dem Apotheker und Rat der Stadt Wien Ulrich Kuckh verheiratet war. 1695 gingen die beiden Häuser in den Besitz des Viertel Commissarus einer niederösterreichischen Landschaft, Franz Anton Wagele. Dieser vererbte die Häuser 1713 seiner Witwe Maria Theresia, die sie wiederum an ihren zweiten Gatten, den wirklichen Hof- und Ministerial Banco Deputationsrat und Referendarius Joachim Georg von Schwandtner († 1752), weitergab. An beide erinnert ein Denkmal in der Peterskirche. Die Häuser gingen anschließend in den Besitz der Bruderschaft St. Peter, die diese wiederum an den äusseren Rat Martin Josef Sensel und seine Frau Maria verkauften.

1809 geriet eines der beiden Häuser durch das Bombardement Wiens durch die Franzosen in Brand, wurde aber wieder hergestellt.

Gewerbe und Firmen innerhalb des Hauses im Laufe der Jahre

Neubau

1., Kleeblattgasse; Tuchlauben 9, um 1940

1870 kamen die Häuser in den Besitz von Dr. August Moll, unter dem im Jahr 1872 an Stelle der beiden alten Häuser das gegenwärtige Haus aufgeführt wird. In dieses verlegte Dr. Moll seine Apotheke “Zum Storchen“ aus dem Schönbrunnerhaus (Tuchlauben 8).

Am 10. September 1944 erlitt das Haus zwei Bombentreffer. Der erste Bombeneinschlag erfolgte durch das Dach, wodurch ein großer Teil des darunter liegenden Stockwerkes weggerissen wurde. Damit wurde das bloßgelegte zweite Stockwerk gleichfalls schwer beschädigt. Die zweite Bombe, die den entgegengesetzten Flügel in der Steindlgasse traf, zerstörte auch dort einen Teil des zweiten und dritten Stockwerkes. Während der Kampfhandlungen im April 1945 gab es weitere Zerstörungen durch Granaten. Dabei wurde auch die Apotheke schwer beschädigt, sie konnte aber bald wieder in Betrieb genommen werden.

Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 1, 2. Teil. Wien ²1951 (Manuskript im WStLA), S. 270-274