Tuchlauben 9

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1., Tuchlauben 9; Steindlgasse, um 1940
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1790
Jahr bis
Andere Bezeichnung Zum weißen Storch, Zum Mohren
Frühere Bezeichnung Zum Mohren
Benannt nach Zum weißen Storch (Apotheke), Mohr
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner Ulrich Kuck
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  23.05.2018 durch WIEN1\lanm08mic
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Bildname Tuchlauben9.jpg
Bildunterschrift  1., Tuchlauben 9; Steindlgasse, um 1940
Bildquelle WStLA, Fotosammlung Stadtplanung, Reiffenstein
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
1Tuchlauben9
1Steindlgasse2
1Kleeblattgasse1-3

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt25217701795
Stadt43018211862
Stadt43118211862
Stadt46317951821
Stadt46417951821
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Tuchlauben 9, ("Zum weißen Storch", (Konskriptionsnummern 430, 431), Steindlgasse 2, Kleeblattgasse 1-3. Dreifrontenhaus.


Stadt 431

Das Grundstück gehörte oft den jeweiligen Besitzern des Hauses Stadt 430 doch gab es immer wieder Besitztrennungen.

Stadt 430

Hanns Mangelhaimer vererbte das Anwesen seiner Tochter Margarete, die mit dem Apotheker und Rat der Stadt Wien Ulrich Kuckh verheiratet war. Anfang des 18. Jahrhunderts gingen das Anwesen in den Besitz des Viertel Commissarus einer niederösterreichischen Landschaft, Franz Anton Wagele. Dieser vererbte seinen Besitz 1713 seiner Witwe Maria Theresia, die sie wiederum an ihren zweiten Gatten, den wirklichen Hof- und Ministerial Banco Deputationsrat und Referendarius Joachim Georg von Schwandtner († 1752), weitergab Peterskirche. Anschließend ging das Objekts in den Besitz der Bruderschaft St. Peter, die dieses wiederum an den äusseren Rat Martin Josef Sensel und seine Frau Maria verkauften.

1809 geriet das gesamte Haus durch das Bombardement Wiens durch die Franzosen in Brand.

Stadt 252

Das ehemalige Haus führte das Hausschild "Zum Mohren".

Gewerbe und Firmen innerhalb des Hauses im Laufe der Jahre

Apotheke zum weißen Storchen (1873)

Neubau

1., Kleeblattgasse; Tuchlauben 9, um 1940

1872 kames durch den damaligen Besitzer zu einer tiefgreifenden Umgestaltung des Hauses und dessen gesamter Struktur. Die Fassade wurde den damaliegn Ansprüchen der gründerzeitlichen Mode angepasst und ersetzt.

Am 10. September 1944 erlitt das Haus zwei schwere Bombentreffer. Der erste Bombeneinschlag erfolgte durch das auf die Tuchlauben gewandte Dach, wodurch das gesamte darunter liegenden Stockwerk weggerissen wurde. Durch die schwerwiegende Zerstörung des zweiten Stockwerks wurde das erste samt darunterliegender Apotheke gleichfalls tiefgreifend beschädigt. Die zweite Bombe, die den hintengelegenen zweiten Teil des Hauses traf, zerstörte auch dort den gesamten Dachstuhl, sowie die darunter liegenden Stockwerke. Während der Kampfhandlungen im April 1945 gab es weitere Zerstörungen durch Granaten, sowie weitere Bombeneinschläge in nachbarlichen Häusern, die ebenso große Schäden am Haus anrichteten. Dabei wurde auch die Apotheke schwer beschädigt. Nach einem im Kriegsschadensplan ersichtlichen Totalschaden kam es erst in den 1950er Jahren zu einem der Zeit entsprechenden notdürftigen Wiederaufbau.

Quelle

Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 1, 2. Teil. Wien ²1951 (Manuskript im WStLA), S. 60 -180