Tischlerherberge

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Portal der Tischlerherberge, Ballgasse 8, mit der ältesten Konskriptionsnummer.
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1773
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt Peter Mollner
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  29.01.2017 durch DYN\krabina
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Bildname Konskriptionsnummer.jpg
Bildunterschrift  Portal der Tischlerherberge, Ballgasse 8, mit der ältesten Konskriptionsnummer.
Bildquelle
Bildrechte
BezirkStraßeHausnummer
Innere StadtBallgasse8

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt134417701795
Stadt92918211862
Stadt98517951821
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Tischlerherberge (1, Ballgasse 8; Konskriptionsnummer 929).

Auf diesem Grundstück befand sich ursprünglich ein Teil des damals noch größeren Hauses Stadt 919 (Weihburggasse 14), wie es noch auf dem Stadtplan von Daniel Suttinger (1684) zu sehen ist. Bereits im 17. Jahrhundert wurde im hier besprochenen Teil dieses Gebäudes das Ballhaus "Auf der Dacken" eingerichtet (siehe auch Ballhäuser). Während der zweiten Belagerung Wiens durch die Osmanen im Jahr 1683 (sogenannte Zweite Türkenbelagerung) wurde das Ballhaus als Krankenhaus verwendet. Erst mit Regierungsdekret vom 14. Dezember 1757 wurde das Ballhaus besitzrechtlich vom Haus Stadt 919 getrennt.

Das heutige Haus wurde 1772/1773 von Peter Mollner erbaut. Es ist ein schlichter Bau des josephinischen Klassizismus mit Zwerchgiebel, Bodentür und Aufzugsbalken, der auf einer Grundfläche von 323 Quadratmetern steht. Maria Theresia hatte angeordnet, anstelle des alten Ballhauses und eines benachbarten (ehemalig dem Himmelpfortkloster gehörigen) Grundes eine Herberge für arbeitslose Tischlergesellen zu erbauen, die bis 1893 von der Genossenschaft betreut wurde. Am 3. Novermber 1911 wurde das Gebäude von der "Allgemeinen Österreichischen Bodencreditanstalt" erworben und ging später in das Eigentum der "Allgemeinen Baugesellschaft A. Porr" über.


Literatur

  • Renate Wagner-Rieger: Das Wiener Bürgerhaus des Barock und Klassizismus. Wien: Hollinek 1957 (Österreichische Heimat, 20), S. 46
  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 5, 1. Teil. Wien ²1955 (Manuskript im WStLA), S. 167 f.