Strudelhof

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Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1690
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach Peter Strudel
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Wolfgang Wirsig: Wiener Hofnamen
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BezirkStraßeHausnummer
9Strudlhofgasse2-10
9Strudlhofgasse1-5

frühere Adressierung

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Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Strudelhof (9, Strudlhofgasse 1-5 beziehungsweise 2-10), 1690 vom kaiserlichen Hof- und Kammermaler Peter Strudel auf dem Rücken der Schottenpoint erbaut. Er hatte für den Hof und den Garten einen größeren Grundkomplex vom kaiserlichen Hatschierenrottmeister Romanus Bernhard Tschagon und dessen Gattin Marie Polixena erworben. 1713 wurde der Strudelhof ("Kammermahlerisches Haus") als Pestspital verwendet und in den Kontumazrayon einbezogen. 1718 kam er an den kaiserlichen Niederlagsverwandten Johann Anton Bormastini, 1734 von diesem an Johann Leopold Graf Kuefstein. Nach dessen Tod wurde der gesamte Besitz 1759 von der Direktion des Spanischen Spitals ersteigert und diente als Spital für Leute mit ansteckenden Krankheiten. 1765-1784 befand sich hier das Krankeninstitut, für Handlungsgehilfen (später 8, Skodagasse 1), 1784-1788 war die Chaossche Stiftung als "Vereinigtes Findel- und Ammenhaus" untergebracht (Findelhaus). 1795 wurde der Besitz geteilt. Die Gartenanlagen wurden dem Waisenhaus einverleibt. Ein Teil des Strudelhofs fand als Miethaus Verwendung, andere Teile mussten samt der 1691 den Heiligen Peter und Paul geweihte Hauskapelle neuen Baulichkeiten weichen (siehe Württembergpalais).

Siehe auch: Strudlhofgasse, Strudlhofstiege.

Literatur

  • Carl Hofbauer: Die Alservorstadt mit den ursprünglichen Besitzungen der Benediktinerabtei Michelbeuern am Wildbach Als. Wien: Sommer 1861, S. 25, S. 127 ff.
  • Gerhard Robert Walter von Coeckelberghe-Dützele: Curiositäten- und Memorabilien-Lexicon von Wien. Ein belehrendes und unterhaltendes Nachschlag- und Lesebuch in anekdotischer, artistischer, biographischer, geschichtlicher, legendarischer, pittoresker, romantischer und topographischer Beziehung. Wien: [o. V.] 1846, S. 359
  • Gustav Gugitz: Bibliographie zur Geschichte und Stadtkunde von Wien. Hg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien. Band 4: Profane Topographie nach den 21 Bezirken (2.-21. Bezirk). Wien: Jugend & Volk 1958, S. 304
  • Hans Mück: Quellen zur Geschichte des Bezirks Alsergrund. Wien: Verein für Geschichte der Stadt Wien 1978 (Forschungen und Beiträge zur Wiener Stadtgeschichte, 3), S. 72 f.
  • Leopold Donatin: Der Alsergrund einst und jetzt. Für die Jugend und das Volk geschildert. Wien 1904, S. 95
  • Margarete Girardi: Wiener Höfe einst und jetzt. Wien: Müller 1947 (Beiträge zur Geschichte, Kultur- und Kunstgeschichte der Stadt Wien, 4), S. 200
  • Wilhelm Kisch: Die alten Straßen und Plätze von Wiens Vorstädten und ihre historisch interessanten Häuser. (Photomechan. Wiedergabe [d. Ausg. v. 1895]). Cosenza: Brenner 1967, Band 3, S. 608 f.