Spiegelgasse 21

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Grillparzer's Arbeitszimmer.
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner Franz Grillparzer, Anna Fröhlich, Betty Fröhlich, Josefine Fröhlich, Katharina Fröhlich
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  6.06.2017 durch DYN\krabina
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Bildname Seckauer Hof.jpg
Bildunterschrift  Grillparzer's Arbeitszimmer.
Bildquelle Wilhelm Kisch: Wien. Wien: Gottlieb 1883
Bildrechte
BezirkStraßeHausnummer
1Spiegelgasse21

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Innere Stadt136817701795
Innere Stadt116317951821
Innere Stadt109718211862
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Spiegelgasse 21 (Konskriptionsnummer 1097).

Bis 1622 Seckauer Hof, anschließend Teil der Gartenanlagen des Kapuzinerklosters. Im Zuge der josefinischen Klosterreform wurde davon ein großer Teil zwecks Verbauung durch Zinnshäuser abgetreten und parzelliert (1787). An dieser Stelle entstand ein fünfstöckiges Haus. Philipp Otto betrieb hier ein Casino, den "Ottoschen Club".

Ab 1826 wohnte hier Franz Grillparzer, der bereits im ersten Jahr hier als Mitglied der "Ludlamshöhle" von der Polizei ver- und enthaftet wurde. Im Stockwerk über ihm lag die Wohnung der Familie Fröhlich, wo auch Katharina Fröhlich wohnte. Grillparzer zog 1830 aus und wechselte öfters seinen Wohnsitz, ehe er 1849 wieder in die Spiegelgasse zurückzog, als die Eltern der Fröhlich-Schwestern verstorben und die verheiratete Betty ausgezogen war. Grillparzer blieb bis zu seinem Tod am 21. Jänner 1872. Sein Arbeitszimmer blieb unverändert und wurde 1900, als das Haus abgerissen wurde, vom Rathaus übernommen und kam später ins Museum der Stadt Wien. Das neue Gebäude war wieder fünfstöckig und übernahm die Grillparzer-Gedenktafel vom Vorgängerbau.


Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 6, 2. Teil. Wien ²1957 (Manuskript im WStLA), S. 268-271