Sonnenfelsgasse 19

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Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung Withof, Widhof
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  28.01.2017 durch DYN\krabina
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BezirkStraßeHausnummer
Innere StadtSonnenfelsgasse19
Innere StadtJesuitengasse1

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Innere Stadt77717701795
Innere Stadt74918211862
Innere Stadt79517951821
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Sonnenfelsgasse 19 (Konskriptionsnummer 749), 1372 und 1374 als "Withof" im Besitz von Michael Vierdung (Stadtrichter in den Jahren 1360, 1367, 1368, 1371 und 1372, sowie Judenrichter 1360) erwähnt. 1539 letztmalige Erwähnung als "Widhof" - das mittelhochdeutsche "wit" (Holz) deutet darauf hin, dass hier ehemals Holz verkauft wurde. Am 9. August 1623 wurde das Jesuitenkollegium gesetzlich "unwiderruflich für ewige Zeiten" mit der Universität Wien vereint. Zwecks Unterbringung des Konsortiums, der Kanzlei und des Archivs der Universität wurde daher 1626 der Withof angekauft und umgebaut (Inschrift "DOMUS UNIVERSITATIS 1628"). Durch einen Schwibbogen mit der Jesuitenkirche verbunden. Eine ausgestreckte Hand hält ein Buch mit den Lettern U(niversitatis) V(iennensia). 1721 wurde das Haus renoviert. Bis zur Eröffnung des Universitätsgebäudes am Ring (1884) stand die Sonnenfelsgasse 19 dem akademischen Senat, der Rektorats- und Pedellenkanzlei, sowie dem Universitätskarzer zur Verfügung. 1895 erfolgte eine Umgestaltung des Baus. 1908 wurde hier eine Kaserne und eine Schule der Sicherheitswache untergebracht. Das nunmehr im Staatsbesitz befindliche Haus wurde mit einer Gedenktafel an der Hauswand versehen: "Dieses Haus diente einst der Universität als Amtsgebäude. Hohe Schule und Studenten gaben dem Stubeviertel das Gepräge". Halbrelief eines Studierenden mit aufgeschlagenem Buch.

Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 4, 2. Teil. Wien ²1954 (Manuskript im WStLA), S. 286-288