Singerstraße 4

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Steinbasrelief an dem "Drachenhause" in der Singerstraße.
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1936
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung Zum Drachen, Zum grünen Lindwurm, Lindwurmhaus
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt Karl Hoffmann, Felix Augenfeld
Prominente Bewohner
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  29.01.2017 durch DYN\krabina
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Bildname Drachenhaus Singerstraße.jpg
Bildunterschrift  Steinbasrelief an dem "Drachenhause" in der Singerstraße.
Bildquelle Wilhelm Kisch: Wien. Wien: Gottlieb 1883
Bildrechte
BezirkStraßeHausnummer
Innere StadtSingerstraße4

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt90018211862
Stadt95617951821
Stadt93217701795
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Singerstraße 4 (Konskriptionsnummer 900); Zum Drachen, Zum grünen Lindwurm, Lindwurmhaus.

Am 9. Mai 1362 wird zum ersten Mal ein Haus auf diesem Grundstück urkundlich erwähnt. Zwischen 1377 und 1563 fehlen jegliche Daten zu diesem Gebäude, nur im Jahr 1476 wird es einmal genannt. Im 16. Jahrhundert trug das damals einstöckige Haus den Namen "Zum grünen Lindwurm" beziehungsweise "Lindwurmhaus", der mit einem gassenseitig angebrachten steinernen Basrelief im Zusammenhang stand (siehe Zum grünen Lindwurm). 1668 wurde das Gebäude von Johann Heinrichsohn, dem Besitzer der Apotheke "Zur goldenen Krone", erworben. Im Jahr 1673 erbten es seine beiden Töchter Katharina Barbara Schmelzer und Franziska Magdalena Mittermayer. Danach gehörte es Katharina Barbara Schmelzer allein, die 1679 ihren Gatten, den Hofmusicus Andreas Antonius Schmelzer von Ehrenruf als Mitbesitzer ins Grundbuch eintragen ließ.

1840 wurde das Haus, das bereits 1795 als dreistöckig verzeichnet wurde, adaptiert. 1936 wurde dieses stark aus der Baulinie herausragende Gebäude abgetragen und durch einen Neubau auf verkleinerter Grundfläche ersetzt. Die Pläne stammten von Karl Hoffmann und Felix Augenfeld. Im mamorverkleideten Hausflur wurde eine Tafel mit folgender Inschrift angebracht: "Dieses Bauwerk wurde an Stelle eines den Verkehr behindernden Althauses mit Hilfe des Wiener Assanierungsfonds unter Bürgermeister Richard Schmitz in den Jahren 1936/37 errichtet."

Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 5, 1. Teil. Wien ²1955 (Manuskript im WStLA), S. 4-7