Singerstraße 30

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1., Singerstraße 30, um 1940
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1937
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung Huebersches Haus
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner Andreas Magnus Hunglinger
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  27.01.2017 durch DYN\krabina
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Bildname Singerstraße30.jpg
Bildunterschrift  1., Singerstraße 30, um 1940
Bildquelle WStLA, Fotosammlung Stadtplanung, Reiffenstein
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
Innere StadtSingerstraße30
Innere StadtSeilerstätte6

frühere Adressierung

 BezirkStraßeHausnummerJahr vonJahr bis
Singerstraße 30Innere StadtSingerstraße321937
Singerstraße 30Innere StadtSeilerstätte41937
Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt91917701795
Stadt88918211862
Stadt80618211862
Stadt94317951821
Stadt85617951821
Stadt92017701795
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Singerstraße 30 (Konskriptionsnummer 889), Seilerstätte 6.

Vorgängergebäude

Haus Stadt 889 / Singerstraße 30, Seilerstätte 6

1368 wird zum ersten Mal ein Haus auf diesem Grundstück urkundlich erwähnt. Aus einem Dokument des Jahres 1383 geht hervor, dass auf diesem Platz bis kurz zuvor zwei Häuser standen. Im Jahr 1566 befand sich hier ein einstöckiges Gebäude, 1664 sind zwei und 1795 vier Stockwerke verzeichnet. 1910 wurde das damalige Haus vom "Gremium der Hoteliers- und Pensionsinhaber in Wien" erworben. Aufgrund der Durchführungsverordnung zum Gewerbebundgesetz und eines Vertrages vom 15. März 1935 kamen vier Fünftel an die "Wiener Gast- und Schankgewerbezunft" und ein Fünftel an den "Gewerbeverband der Stadt Wien".

1., Singerstraße 30; Seilerstätte 6, um 1940

Haus Stadt 806 / Singerstraße 32, Seilerstätte 4

Die Geschichte dieses Hauses lässt sich bis ins Jahr 1371 zurückverfolgen. Nach 1482 fiel es einem Brand zum Opfer und wurde längere Zeit nicht wieder aufgebaut. Erst nachdem die Brandstätte 1534 verkauft worden war, entstand hier ein neues Gebäude. Zwischen 19. Jänner 1728 und 6. Mai 1729 gehörte es der "Armen Bürgerlade der Stadt Wien", der es der verstorbene Besitzer vermacht hatte. Laut Czeike (Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien) wurde es im Jahr 1737 durch ein barockes Wohnhaus ersetzt, das nach seinem damaligen Besitzer, Severin Zacharias Hueber, "Huebersches Haus" genannt wurde. Um 1860 gehörte Wilhelmine Standhartner ein Teil des Gebäudes. Ihr Gatte, der musikbegeisterte Primararzt am Allgemeinen Krankenhaus Wien, Dr. Joseph Standhartner, wurde hier von Richard Wagner besucht. 1930 erwarb die Gemeinde Wien das bereits im Jahr 1795 als vierstöckig geführte Haus.


Neubau 1937/1938

1937/1938 kaufte die "Union-Baumaterialien-Gesellschaft" die beiden Gebäude, die noch im selben Jahr abgetragen und durch das heutige siebengeschossige Haus ersetzt wurden. Dieses steht jedoch auf einer deutlich verringerten Grundfläche, da vor allem die Singerstraße stark verbreitert wurde und trägt nur mehr die Anschriften Singerstraße 30 beziehungsweise Seilerstätte 6. In einer Wandnische im zweiten Stock befindet sich eine lebensgroße Madonnenfigur, die noch vom alten Haus Singerstraße 32 stammt.


Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 5, 1. Teil. Wien ²1955 (Manuskript im WStLA), S. 39-45