Singerstraße 18

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1., Singerstraße 18-20, um 1940
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1438
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt Andrea Simone Carove
Prominente Bewohner Anna Fröhlich, Barbara Fröhlich, Josephine Fröhlich, Katharina Fröhlich
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  4.06.2017 durch DYN\krabina
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Bildname Singerstraße18-20.jpg
Bildunterschrift  1., Singerstraße 18-20, um 1940
Bildquelle WStLA, Fotosammlung Stadtplanung, Reiffenstein
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
1Singerstraße18

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt94917951821
Stadt92517701795
Stadt89318211862
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Singerstraße 18 (Konskriptionsnummer 893).

1438 wird zum ersten Mal ein Haus auf diesem Grundstück urkundlich erwähnt. 1516 erwarb es der kaiserliche Wassermauter beim roten Turm Leonhart Laufner, dessen Name bei einem aufsehenerregenden Prozess um Verleumdungen, Erpressungen und verleugnete Bestechungen im Mittelpunkt stand und der dazu führte, dass der damalige Bürgermeister Hans Süß und der Stadtrichter Hans Pelchinger ihres Amtes enthoben wurden. Wie auch das Nachbarhaus Stadt 894 (siehe Neupauer-Breuner-Palais) kam es aufgrund nicht bezahlter Schulden in den Besitz des Fürsten Gundaker von Liechtenstein, danach gehörte es den Grafen de Souches und ab 1715 dem Stadtoberkämmerer und Bauunternehmer Johann Christian Neupauer, der es schon 1718 verkaufte.

1., Singerstraße 18-24, um 1940

Das heutige schmale Bürgerhaus entstand 1714 (Harrer [ Paul Harrer: Wien, seine Häuser ] gibt den Zeitraum zwischen 1715 und 1725 als Baujahr an) auf einer Fläche von 853 Quadratmetern nach Plänen von Andrea Simone Carove. Zwischen 1819 und 1848 wohnten hier die Schwestern Fröhlich (Anna Fröhlich, Barbara Fröhlich, Josephine Fröhlich, Katharina Fröhlich), die mit Franz Grillparzer und Franz Schubert befreundet waren. Schubert soll hier oft musiziert haben.


Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 5, 1. Teil. Wien ²1955 (Manuskript im WStLA), S. 24-26