Sinapalais

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Hoher Markt 8, Palais Sina, nach 1862
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1805
Jahr bis 1945
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach Simon Georg Sina der Jüngere
Einlagezahl
Architekt Theophil Hansen, Carl Rahl
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  24.02.2017 durch WIEN1\lanm08mic
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Bildname HMW 093021 00013.jpg
Bildunterschrift  Hoher Markt 8, Palais Sina, nach 1862
Bildquelle HMW 93021/13, Foto: A. Groll
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
Innere StadtMarc-Aurel-Straße2
Innere StadtJudengasse1
Innere StadtHoher Markt8-9

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt55117951821
Stadt48217701795
Stadt48817701795
Stadt54917951821
Stadt48417701795
Stadt48717701795
Stadt54417951821
Stadt48517701795
Stadt54517951821
Stadt48017701795
Stadt54617951821
Stadt51118211862
Stadt48117701795
Stadt54817951821
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Sinapalais (1, Hoher Markt 8-9, Marc-Aurel-Straße 2, Judengasse 1), stand an der Stelle eines älteren Palais, das 1805 auf dem Areal einer Reihe von alten Häusern (darunter des alten Berghofs) erbaut worden war (die Andreas Freiherr von Fellner 1801 gekauft hatte).

1810/1814 kam das Palais durch Kauf an Georg Simon Sina. Dieses ältere Palais wurde 1859 durch Sinas Sohn Simon Georg Sina den Jüngeren teilweise abgerissen und 1859/1860 durch einen Neubau Theophil Hansens ersetzt. Im Inneren befanden sich Freskomalereien nach Entwürfen von Carl Rahl. Das Sinapalais kam später in den Besitz von Graf Wimpffen und wurde von dieser Familie 1932 an die Anglo Elementar Versicherungs A.G. verkauft. Im Haus befand sich die älteste homöopathische Apotheke Wiens, die 1887 vom Haus Hoher Markt 11 (siehe Ankerhof) hierher übersiedelte.

Am 12. März 1945 erlitt das Haus einen Bombeneinschlag und wurde am 14. April 1945 durch einen Brand vollkommen zerstört. Dennoch konnte die Apotheke noch in der stehen gebliebenen Brandruine wieder eröffnen. Im Zuge des Wiederaufbaus der Häuser am Hohen Markt wurde die Brandruine durch ein modernes Wohn- und Geschäftshaus ersetzt. Der Grundriss des Gebäudes geht, wie man heute annimmt, auf spätrömische Anlagen zurück. Während der Abtragung wurde festgestellt, dass einzelne Mauern der römischen Badeanlage samt Adaptierungen mitverwendet worden waren.

Gewerbe und Firmen innerhalb des Hauses im Laufe der Jahre

Literatur

  • Richard Perger: Der Hohe Markt. Wien [u.a.]: Zsolnay 1970 (Wiener Geschichtsbücher, 3), S. 101 ff., 106 f.
  • Technischer Führer durch Wien. Hg. vom Österreichischen Ingenieur- und Architekten-Verein. Red. von Martin Paul. Wien: Gerlach & Wiedling 1910, S. 490
  • Wilhelm Kisch: Die alten Straßen und Plätze von Wiens Vorstädten und ihre historisch interessanten Häuser. (Photomechan. Wiedergabe [d. Ausg. v. 1883]). Cosenza: Brenner 1967, Band 1, S. 50 f.
  • Emmerich Siegris: Alte Wiener Hauszeichen und Ladenschilder. Wien: Burgverlag 1924, S. 77
  • Hans Markl: Kennst du alle berühmten Gedenkstätten Wiens? Wien [u.a.]: Pechan 1959 (Perlenreihe, 1008), S. 38
  • Hans Markl: Die Gedenktafeln Wiens. Wien: ABZ-Verlag 1949, S. 21
  • Gustav Gugitz: Bibliographie zur Geschichte und Stadtkunde von Wien. Hg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien. Band 3: Allgemeine und besondere Topographie von Wien. Wien: Jugend & Volk 1956, S. 425
  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 1, 2. Teil. Wien ²1951 (Manuskript im WStLA), S. 466 f.