Seitenstettengasse 6

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Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1565
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung Pempflingerhof
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  5.06.2017 durch DYN\krabina
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BezirkStraßeHausnummer
1Rabensteig3
1Seitenstettengasse6

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt52717951821
Stadt64517701795
Stadt49318211862
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Seitenstettengasse 6 (Konskriptionsnummer 493), Rabensteig 3.

Das Haus, auf dessen Grund ursprünglich ein Teil des Pempflingerhofes stand, wurde erst im Jahr 1565 von diesem getrennt. Das neue, eigenständige Gebäude wurde von Bonifaz Wolmuet, der den berühmten Stadtplan von Wien anfertigte (Wolmuet-Plan, 1547), errichtet. Im Jahr 1785 wurde es abgetragen und durch ein für die josefinische Zeit typisches Gebäude ersetzt. Bei Aushubarbeiten stieß man hier auf Reste der ehemaligen Stadtmauer. 1862 ließ die Gemeinde am Haus eine Gedenktafel anbringen, laut der an dieser Stelle das Katzensteigtor stand, das das älteste Stadttor Wiens war. Im Jahr 1903 kam die Hälfte des Hauses in den Besitz der "Pfundhellerschen Verwandten- und Armenstiftung", die 1939 in "Vereinigte Wiener Armen Geldstiftung" umbenannt wurde. 1923 erwarb die Israelische Kultusgemeinde, deren Stadttempel sich im Nachbarhaus befand, ein Viertel des Gebäudes und im Jahr 1942 kaufte die Gemeinde Wien einen Teil des Hauses.

An der Adresse Rabensteig 3 befindet sich seit 2017 das Wiener Wiesenthal-Institut für Holocaust-Studien (VWI - Vienna Wiesenthal Institute).[1]

Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 1, 3. Teil. Wien ²1951 (Manuskript im WStLA), S. 608 f.

Einzelnachweise

  1. ORF-Meldung vom 27. Jänner 2017