Schulerstraße

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1., Kreuzung Strobelgasse, Schulerstraße, um 1940
Art des Objekts Verkehrsfläche
Jahr von 1305
Jahr bis
Name seit 1862
Andere Bezeichnung Zeitungsgasse
Frühere Bezeichnung Schuelstraße, Schulstraße
Benannt nach
Bezirk
Lage
Verkehr
Prominente Bewohner Wolfgang Amadeus Mozart
Besondere Bauwerke Mädelspergerhof, Figarohaus, Zum König von Ungarn
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Letzte Änderung am  17.10.2017 durch WIEN1\lanm09bum
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Bildname Strobelgasse.jpg
Bildunterschrift  1., Kreuzung Strobelgasse, Schulerstraße, um 1940
Bildquelle WStLA, Fotosammlung Stadtplanung, Reiffenstein
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Schulerstraße (1), benannt 1862. Der Name reicht bis an den Anfang des 14. Jahrhunderts zurück (1300 Schuelstraße, 1305 Schulerstraße, 1326 und noch 1434 Schulstraße, lateinisiert "strata scole"), kann also nicht, wie häufig behauptet wird, von der erst 1389 gegründeten Juristenschule abgeleitet sein. Ein Zusammenhang mit der in der Nähe gelegenen Bürgerschule zu St. Stephan (nachweisbar ab 1237) oder mit der (zwar erst 1327 urkundlich belegbaren, wohl aber älteren) Singschule (Kantorei) bei St. Stephan ist ebenso möglich wie die Namensgebung einer mittelalterlichen Bürgerfamilie Schuler. Im 15. Jahrhundert unterschied man zwischen der Großen (auch Vorderen) Schulerstraße, der heutigen Schulerstraße, und der Kleinen (auch Hinteren) Schulerstraße (zeitweise "Gassel beim Roten Kreuz" genannt), der heutigen Domgasse, (benannt 1862). Um 1875 hieß auch der zwischen Bauern- und Wildpretmarkt gelegene Teil der heutigen Brandstätte Schulerstraße. Da sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in der Schulerstraße verschiedene Zeitungsredaktionen befanden, wurde sie im Volksmund zuweilen "Zeitungsgasse" genannt.

Gebäude

Schulerstraße 12 (vor 1901)

Literatur

  • Emmerich Siegris: Alte Wiener Hauszeichen und Ladenschilder. Wien: Burgverlag 1924, S. 81
  • Felix Czeike: Wien. Innere Stadt. Kunst- und Kulturführer. Wien: Jugend und Volk, Ed. Wien, Dachs-Verlag 1993, S. 158
  • Gustav Gugitz: Bibliographie zur Geschichte und Stadtkunde von Wien. Hg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien. Band 3: Allgemeine und besondere Topographie von Wien. Wien: Jugend & Volk 1956, S. 481
  • Hans Markl: Die Gedenktafeln Wiens. Wien: ABZ-Verlag 1949, S. 46
  • Hans Markl: Kennst du alle berühmten Gedenkstätten Wiens? Wien [u.a.]: Pechan 1959 (Perlenreihe, 1008), S. 76 ff.
  • Hugo Hassinger: Kunsthistorischer Atlas der k.k. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien und Verzeichnis der erhaltenswerten historischen, Kunst- und Naturdenkmale des Wiener Stadtbildes. Wien: Schroll 1916 (Österreichische Kunsttopographie, 15), S. 78
  • Josef Bergauer: Das klingende Wien. Erinnerungsstätten berühmter Tondichter. Wien: Günther 1946, S. 9, 18 f.
  • Peter Autengruber: Lexikon der Wiener Straßennamen. Bedeutung, Herkunft, frühere Bezeichnungen. Wien: Pichler Verlag 2014, 9. Auflage, S. 268
  • Renate Wagner-Rieger: Das Wiener Bürgerhaus des Barock und Klassizismus. Wien: Hollinek 1957 (Österreichische Heimat, 20), S. 76 f.
  • Richard Perger: Straßen, Türme und Basteien. Das Straßennetz der Wiener City in seiner Entwicklung und seinen Namen. Wien: Deuticke 1991 (Forschungen und Beiträge zur Wiener Stadtgeschichte, 22)
  • Robert Mucnjak: Führer durch Alt-Wien. Innere Stadt. Wien: Der Museumsverein Innere Stadt 1980 (Schriftenreihe des Bezirksmuseums, 3), S. 95 f.
  • Siegfried Weyr: Wien. Magie der Inneren Stadt. Wien [u.a.]: Zsolnay 1968, S. 240 f.
  • Wilhelm Kisch: Die alten Straßen und Plätze von Wiens Vorstädten und ihre historisch interessanten Häuser. (Photomechan. Wiedergabe [d. Ausg. v. 1883]). Cosenza: Brenner 1967, Band 1, S. 605 f.