Schottengasse 7

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Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1675
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung Zum Predigtstuhl
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt Ferdinand Fellner der Jüngere, Hermann Gottlieb Helmer
Prominente Bewohner Alois Groppenberger
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  7.06.2017 durch DYN\krabina
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BezirkStraßeHausnummer
1Schottengasse7
1Mölker Bastei16
1Mölker Steig9

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt9418211862
Stadt10217701795
Stadt10317951821
Stadt9518211862
Stadt9917701795
Stadt10417951821
Stadt9618211862
Stadt9118211862
Stadt10017701795
Stadt10517951821
Stadt9917951821
Stadt9218211862
Stadt11017701795
Stadt10617701795
Stadt10117951821
Stadt9318211862
Stadt10817701795
Stadt10217951821
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Schottengasse 7 (Konskriptionsnummer 91 bis 96), Mölker Bastei 16, Mölker Steig 9.

Vorgängerbauten

Hier standen einst mehrere Gebäude. Das größe war das langgestreckte Haus Stadt 96, das sich unmittelbar hinter den Häusern Stadt 97, 98 und 104 befand. Die Häuser Stadt 91 bis 95 schlossen sich in zwei Reihen an, die durch die ehemalige Keilgasse getrennt wurden. Bei allen genannten Häusern handelte es sich um Soldatenquartierhäuser.

Haus Stadt 91 / Keilgasse 1

Die erste urkundliche Erwähnung dieses Gebäudes stammt aus dem Jahr 1731. 1756 bis 1790 stand es im Besitz der "k.k. Ministerialbanco Deputation". Im Jahr 1892 erfolgte der Abbruch.

Haus Stadt 92 / Keilgasse 3

Auf diesem Grundstück, das nur 79 Quadratmeter groß war, standen ursprünglich zwei Häuser. Die frühesten urkundlichen Nennungen dieser beiden Gebäude stammen aus 1722 beziehungsweise 1674. Anfang des 19. Jahrhunderts kamen beide in eine Hand, wurden 1832 baulich verbunden und 1892 abgebrochen.

Haus Stadt 93

Dieses Haus "mit Stuben, einer Kuchl und Boden zum Margaretenhof in der Münzerstraße gehörig" wird 1719 zum ersten Mal erwähnt, als im Grundbuch vermerkt wurde: "Zu diesem Haus [Margaretenhof] gehört ein Pasteyhäusl auf der Mölker Pastey." 1845 wurde es vom Magistrat erworben und kurz darauf abgerissen. Der Bauplatz blieb bis 1892 unverbaut.

Haus Stadt 94

Die älteste erhaltene Urkunde, in der dieses Haus erwähnt wird, stammt aus dem Jahr 1697, als sein Besitzer, der es auch erbaut hat, verstarb. 1892 wurde es abgerissen.

Haus Stadt 95 / Keilgasse 2

Das Haus Stadt 95 wird erstmals 1691 urkundlich erwähnt. Im Jahr 1717 tauschten es die Besitzer gegen ein älteres Soldatenquartierhäusl auf der Wasserkunstbastei ein, wobei im Grundbuch fälschlicherweise statt der Mölker Bastei die Schottenbastei genannt wird. Im Jahr 1892 wurde es abgerissen.

Haus Stadt 96 "Zum Predigtstuhl"

Dieses Gebäude entstand aus ursprünglich drei Soldatenquartierhäusln, von denen eines 1685, die beiden anderen 1720 zum ersten Mal urkundlich erwähnt werden. Mitte des 18. Jahrhunderts kamen alle drei in eine Hand und wurden 1780 baulich verbunden. Nach einem darin untergebrachten Wirtshaus erhielt das Gebäude den Namen "Zum Predigtstuhl". 1794 erbte es der Geschichtsforscher Alois Groppenberger, der hier 1821 verstarb. Im Jahr 1892 wurde das Haus demoliert.


Neubau 1892

Im Jahr 1892 wurde anstelle der oben genannten Häuser das heutige Gebäude nach Plänen von Ferdinand Fellner und Hermann Helmer erbaut. Seine Hauptfront weist in die Schottengasse, die Seitenfronten in die Mölker Bastei und den Mölker Steig. Die verbaute Fläche stieg von 727 Quadratmetern (inklusive der Häuser Stadt 97, 98 und 104, jedoch ohne das bereits 1847 abgebrochene Haus Stadt 93) auf 806 Quadratmeter, obwohl die Frontlinie an der Schottengasse deutlich nach hinten verschoben wurde. Dieser Flächengewinn ist hauptsächlich auf die Verbauung der Keilgasse zurückzuführen. Im Jahr 1906 wurde es an die "Hardeggsche Doktorenstiftung" verkauft.


Gewerbe und Firmen innerhalb des Hauses im Laufe der Jahre

  • Wirtshaus "Zum Predigtstuhl"


Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 2, 1. Teil. Wien ²1952 (Manuskript im WStLA), S. 8-14