Schottenfelder Kirche

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Art des Bauwerks Sakralbau
Jahr von 1784
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt Andreas Zach
Prominente Bewohner Urban Loritz
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Letzte Änderung am  8.03.2017 durch WIEN1\lanm08mic
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BezirkStraßeHausnummer
NeubauWestbahnstraße17

frühere Adressierung

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Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Schottenfelder Kirche (7, Westbahnstraße 17, Pfarrkirche „Heiliger Laurenz"), erbaut 1784-1786 unter Schottenabt Benno Pointner (von dem die Initiative für den Bau ausging) nach einem Entwurf von Stiftsbaumeister Andreas Zach. Der Fassadenturm wurde erst 1787 vollendet. Da der Baugrund den Laurenzerinnen (Laurenzergebäude) gehörte, wurde die Kirche zu Ehren des heiligen Laurenz geweiht.

Als es bei der Aufhebung des Laurenzerinnenklosters und der Kirche zu vandalischen Zerstörungen kam, konnte Abt Benno vieles von den Kunstschätzen der Kirche, wie etwa das möglicherweise von Strudel stammende Hochaltarbild, das später in die Kirche zu den heiligen Laurenz und Gertrud kam, sowie das schöne Geländer des Hochaltars retten. An dem von Benedikt Henrici nach einem Entwurf von Johann Baptist von Hagenauer geschaffenen Hochaltar befinden sich drei Bleireliefs von Johann Ferdinand Prokop. Die Deckengemälde stammen von Leopold Schulz, Ignaz Schönbrunner (Karl Schönbrunner) und Anton Roux (1869-1871). An der Kirche wirkte der volkstümliche Priester Pater Urban Loritz († 1881).

Die Schottenfelder Kirche war dem Benediktinerstift Schotten inkorporiert, seit 1946 wird sie von Deutschordenspriestern pastoriert.


Literatur

  • Johannes Kellner [Hg.]: Pfarre St. Laurenz am Schottenfeld. 1786-1986. St. Pölten [u.a.]: Verl. Niederösterr. Pressehaus 1986
  • Otto Friedrich Winter: 200 Jahre Pfarre Schottenfeld. Geschichtlicher Überblick. In: Kellner Johannes [Hg.]: St. Pölten [u.a.]: Verl. Niederösterr. Pressehaus 1986, S. 19-112
  • Mario Schwarz: Zur Kunstgeschichte der Pfarrkirche St. Laurenz am Schottenfeld. In: Johannes Kellner [Hg.]: Pfarre St. Laurenz am Schottenfeld. 1786-1986. St. Pölten [u.a.]: Verl. Niederösterr. Pressehaus 1986, S. 131-150
  • Wolfgang J. Bandion: Steinerne Zeugen des Glaubens. Die Heiligen Stätten der Stadt Wien. Wien: Herold 1989, S. 161 ff.
  • Alfred Missong: Heiliges Wien. Ein Führer durch Wiens Kirchen und Kapellen. Wien: Wiener Dom-Verlag ³1970, S. 148
  • Justus Schmidt / Hans Tietze: Dehio Wien. Wien: A. Schroll 1954 (Bundesdenkmalamt: Die Kunstdenkmäler Österreichs), S. 132
  • Gustav Gugitz: Österreichs Gnadenstätten in Kult und Brauch. Band 1: Wien. Wien: Hollinek 1955, S. 67
  • Karl Albrecht-Weinberger / Johann Weißensteiner [Zsstellung]: Josephinische Pfarrgründungen in Wien. 22. Februar bis 9. Juni 1985. Wien: Museen d. Stadt Wien 1985, S. 80 ff.
  • Hans Rotter: Neubau. Ein Heimatbuch des 7. Wiener Gemeindebezirkes. Wien: Deutscher Verlag f. Jugend u. Volk 1925, S. 140 ff.
  • Alfred Schnerich: Wiens Kirchen und Kapellen in kunst- und kulturgeschichtlicher Darstellung. Zürich / Wien: Amalthea 1921 (Amalthea-Bücherei, 24), S. 162 ff.
  • Alt-Wiener Kalender für das Jahr 1924. Wien [u.a.]: Amalthea-Verl., S. 120 ff.
  • Wilhelm Kisch: Die alten Straßen und Plätze von Wiens Vorstädten und ihre historisch interessanten Häuser. (Photomechan. Wiedergabe [d. Ausg. v. 1895]). Cosenza: Brenner 1967, Band 3, S. 432 ff.
  • Rudolf Geyer: Handbuch der Wiener Matriken. Ein Hilfswerk für Matriken-Führer und Familienforscher. Wien: Verlag d. Österr. Inst. für Genealogie, Familienrecht und Wappenkunde [1929], S. 84 (Sprengel), S. 244 (Matriken)
  • Karl Janecek: Lateinische Inschriften an Bauwerken und Denkmälern Wiens. Horn: F. Berger i. Komm. 1956, S. 32
  • Gustav Gugitz: Bibliographie zur Geschichte und Stadtkunde von Wien. Hg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien. Band 3: Allgemeine und besondere Topographie von Wien. Wien: Jugend & Volk 1956, S. 244 f.

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