Schottenbastei 4

Aus Wien Geschichte Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1869
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt Wilhelm Fränkel
Prominente Bewohner
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  7.06.2017 durch DYN\krabina
Export RDF-Export (Resource Description Framework) RDF
BezirkStraßeHausnummer
1Schottenbastei4
1Helferstorferstraße3

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt12017951821
Stadt12117951821
Stadt11118211862
Stadt128817701795
Stadt11218211862
Stadt128917701795
Stadt11318211862
Stadt129317701795
Stadt11917951821
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Schottenbastei 4, Helferstorferstraße 3.

Ungefähr hier befanden sich drei kleine Basteihäuser (Stadt 111 bis 113), die jeweils aus Stube, Küche und Boden bestanden (für Problematik der Lokalisierung dieser Gebäude siehe Schottenbastei).

Basteihäuser

Haus Stadt 111

Dieses Gebäude gehörte zum Haus Stadt 722 ("Zum schwarzen Adler"; ehemals Adlergasse 6). Am 2. November 1683 wird es erstmals urkundlich erwähnt. Einem Testament vom 25. März 1704 folgend musste es gemeinsam mit dem Haus Stadt 722 verkauft werden, um den Erlös für die Tilgung von Schulden und zur Ausrichtung verschiedener Legate zu verwenden. Der Rest des Geldes war an die Kirche auszubezahlen. 1868 kaufte es der Stadterweiterungsfonds und ließ es abbrechen.

Haus Stadt 112

Im Jahr 1682 wird dieses Gebäude, das zum auf dem Haarmarkt liegenden Haus Stadt 646 ("Zur goldenen Gans"; Rotenturmstraße 23) gehörte, erstmals urkundlich erwähnt. Nachdem es der Stadterweiterungsfonds 1868 erworben hatte, wurde es abgerissen.

Haus Stadt 113

Haus Stadt 113 wird 1722 erstmals urkundlich erwähnt. Es war mit einem Gebäude in der Alstergasse, das den Namen "Zum weißen Löwen" trug, besitzrechtlich verbunden. Im Jahr 1868 wurde es vom Stadterweiterungsfonds gekauft und demoliert.

Neubau 1869/1870

Nachdem man die Basteihäuser zwischen 3. November 1868 und 4. Juli 1869 abgetragen hatte, entstand das heutige Haus, das 1869/1870 nach Plänen von Wilhelm Fränkel errichtet wurde. Sein erster Besitzer war der Bankier und Reiseschriftsteller Nathaniel Mayer Anselm Rothschild. Nachdem er es seinem Bruder Albert vererbt hatte und auch dieser gestorben war, erwarb es 1917 der "Wiener Bankverein". Am 23. Juni 1934 kaufte die "Österreichische Realitäten A.G." das Gebäude, das sie aber nur ein Jahr lang besaß. Durch einen Bombeneinschlag (21. Februar 1945) wurde die Front an der Seite des Nachbarhauses Schottenbastei 2 aufgerissen, wobei der Schaden den dritten und vierten Stock auf einer Länge von vier Fensterachsen betraf. Das Haus konnte nach dem Krieg wiederhergestellt werden.


Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 2, 1. Teil. Wien ²1952 (Manuskript im WStLA), S. 22 ff. (Basteihäuser) und 44 (Schottenbastei 4)