Schlagstube

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Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1294
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach Prägung von Münzen
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  27.01.2017 durch DYN\krabina
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BezirkStraßeHausnummer
Innere StadtHoher Markt5
Innere StadtLandskrongasse10
Innere StadtTuchlauben22

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt52617701795
Stadt52717701795
Stadt54518211862
Stadt58617951821
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Schlagstube (1, Landskrongasse 10, Hoher Markt 5, Teil), Werkstätte zum Schlagen (Prägen) von Münzen.

Nach der Gründung der Wiener Münzstätte (1194) wurde im Erdgeschoß eines der Familie Paltram gehörigen Hauses, dessen Front in der heutigen Landskronstraße lag, die Schlagstube eingerichtet. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1294. In nächster Nähe befand sich der Kammerhof (1, Bauernmarkt 3, Brandstätte 7), wo sich der älteste Sitz des herzoglichen Münzamts befand. Die Münzer (Handwerker für die Münzprägung) waren in der Münzerstraße (Bauernmarkt) angesiedelt. Nach der Verlegung des Münzamts in den ehemaligen Herzogspalast Am Hof (um 1280) blieb die Schlagstube noch bis mindestens 1428 an ihrem alten Standort. Ob sie sich noch zur Zeit des großen Brandes 1437 in dem Haus befand, bleibt unklar. Das Gebäude selbst wurde beim Brand jedenfalls zerstört.

Münzstätte, Leinwandhaus.

Literatur

  • Richard Perger: Der Hohe Markt. Wien [u.a.]: Zsolnay 1970 (Wiener Geschichtsbücher, 3), S. 80
  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 1, 2. Teil. Wien ²1951 (Manuskript im WStLA), S. 409