Salzgries 18

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Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1881
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt Heinrich Claus, Josef Gross
Prominente Bewohner Balthasar Ferdinand Moll, Joseph Schreyvogel
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  7.06.2017 durch DYN\krabina
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BezirkStraßeHausnummer
1Salzgries18
1Heinrichsgasse2
1Concordiaplatz3

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Innere Stadt19317951821
Innere Stadt34217701795
Innere Stadt19217951821
Innere Stadt34317701795
Innere Stadt18818211862
Innere Stadt34417701795
Innere Stadt18718211862
Innere Stadt19517951821
Innere Stadt18618211862
Innere Stadt19417951821
Innere Stadt34117701795
Innere Stadt18518211862
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Salzgries 18, (Konskriptionsnummern: Stadt 188, 187, 186 und 185), identisch mit Heinrichsgasse 2 und Concordiaplatz 3.

Ehemals standen hier vier Häuser, anschließend an die Salzgrieskaserne in der hier angeführten Reihung.


Haus Stadt 188

Der Grund wurde 1716 vom Hofkriegsrat dem Magistrat überlassen und von diesem 1718 dem Senior des kaiserlichen Stadt- und Landesgerichtes Johann Jakob Nagl käuflich abgetreten, der darauf ein Haus erbaute. Von ihm erwarb dieses mit Kaufbrief vom 13. Februar 1719 der städtische Banco Gefällsamts Obereinnehmer Johann Michael Wolfgang Truckhmiller und dessen Frau Elisabeth. Nach zahlreichem Besitzerwechsel kam das Haus 1881 zum Abbruch.


Haus Stadt 187

Im Jahr 1817 erstmals erwähnt. Nach vielfachem Besitzerwechsel wurde das Haus vom Wiener Stadterweiterungsfonds erworben und 1881 abgebrochen.


Haus Stadt 186

Sowohl nach dem Hirschvogel-, wie nach dem Wolmuetplan, beide aus dem Jahr 1547, ist zu ersehen, dass auf dieser Seite des Salzgrieses sich vom Werdertor ostwärts nur die Stadtmauer hinzog und keine Häuser standen. Die Verbauung begann erst im Jahr 1716. 1722 wird das Gebäude erstmals erwähnt, als es an den bürgerlichen Handschuhmacher Nikolaus Kirchschlager und dessen Frau Ursula verkauft wird. Nach ihm wurde das Haus Handschuhmacherhaus genannt. Im Februar 1745 wohnte der akademische Bildhauer Balthasar Ferdinand Moll in diesem Gebäude.

Nach vielfachem Besitzerwechsel wurde das Haus 1806 an Joseph Schreyvogel verkauft. Joseph Schreyvogel war der eigentliche geistige Schöfer des Burgtheaters, der dem Institut von 1814 bis 1832 Ziel und Richtung gegeben hat.

1872 wurde das Haus vom Wiener Stadterweiterungsfonds erworben und 1881 abgebrochen.


Haus Stadt 185

Der Grund wurde von Hofkriegsrat 1716 der Gemeinde überlassen, "darauf ein Haus erbaut worden oberhalb des neuen Tores", dass 1717 von dem äußeren Rat und Stadtbaumeister Jacob Öckhl erworben wurde. Nach vielfachem Besitzerwechsel kam das Gebäude 1872 an den Wiener Stadterweiterungsfonds.

Gleichzeitig mit dem im Jahr 1880 erfolgten Abbruch der Salzgrieskaserne wurden auch die anschließenden Häuser Stadt 188 bis 185 niedergerissen, sodass der Salzgries sein Jahrhunderte altes Gepräge verlor.


Neubau

Der an der Stelle der oben erwähnten Häuser errichtete Neubau wurde 1881 von den Architekten Heinrich Claus und Josef Gross erbaut.

1932 erwarb das Gebäude der Pensionsfonds der Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie in Wien. 1950 erfolgte deren Titeländerung in Pensionsfonds der Kammer der gewerblichen Wirtschaft für Wien.


Gewerbe und Firmen innerhalb des Hauses im Laufe der Jahre

  • Pensionsfonds der Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie in Wien (1932-1950)
  • Pensionsfonds der Kammer der gewerblichen Wirtschaft für Wien


Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 2, 4. Teil. Wien ²1953 (Manuskript im WStLA), S. 893-898