Sabelkeller

Aus Wien Geschichte Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sabelkeller (1888)
Art des Bauwerks Sonstiges
Jahr von
Jahr bis 1898
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach Haus "Zum roten Säbel"
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  17.10.2017 durch WIEN1\lanm09bum
Export RDF-Export (Resource Description Framework) RDF
Bildname Sabelkeller.jpg
Bildunterschrift  Sabelkeller (1888)
Bildquelle Wienbibliothek im Rathaus, Druckschriftensammlung, d-172820/3
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
1Wipplingerstraße19
1Färbergasse5
1Schwertgasse4

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt35218211862
Stadt38217951821
Stadt38717701795
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Sabelkeller (auch Säbelkeller; 1, Wipplingerstraße 19, Färbergasse 5; Konskriptionsnummer 352), tiefer Weinkeller im Haus "Zum roten Säbel", das 1684 im Besitz der Grinwaldinischen Erben war.

Das Lokal zählte zu den beliebtesten Kellerschenken seiner Zeit und war auch wegen seiner Wandmalereien sehr bekannt. Der Sabelkeller gehörte zu den zahlreichen Lokalen des alten Wien, die den Ruhm für sich in Anspruch nahmen, den Volkssänger Augustin zu ihren Stammgästen gezählt zu haben. Aus diesem Grund war der "Liebe Augustin" in einer Wandnische abgebildet. Er steht auch mit der Familie Mozart in Verbindung (1768, 1782), die in diesem Haus gewohnt haben soll. Wolfgang Amadeus Mozart soll hier als nicht ganz zwölfjähriger Knabe die Oper "La finta semplice" komponiert haben.

Nach Demolierung des Hauses kam die Schenke unter dem Namen "Zum alten Sabelkeller" in das Haus 1, Schwertgasse 4. Am 17. Februar 1898 fand anlässlich der Schließung ein großer Abschiedsabend statt, an dem sich unter anderem auch der Volkssänger Edmund Guschelbauer beteiligte.


Literatur

  • Alt-Wien. Monatsschrift für Wiener Art und Sprache. Wien: Raimann & Godina 7 (1898), S. 1 ff., S. 30 f.
  • Friedrich Schlögl: Alte und neue Historien von Wiener Weinkellern, Weinstuben und vom Weine überhaupt. Kleine Beiträge zur Sittengeschichte der Kaiserstadt an der Donau. Wien: Hartleben 1875, S. 87
  • Gustav Gugitz: Bibliographie zur Geschichte und Stadtkunde von Wien. Hg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien. Band 3: Allgemeine und besondere Topographie von Wien. Wien: Jugend & Volk 1956, S. 415
  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 2, 3. Teil. Wien ²1953 (Manuskript im WStLA), S. 530 f.