Rotenturmstraße 24

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Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1889
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung Zur guldein Kron, Zu den drei Kronen
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner Tobias Pock, Wilhelm Fraenkel, Stella Kadmon
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  27.01.2017 durch DYN\krabina
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BezirkStraßeHausnummer
Innere StadtRotenturmstraße24

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Innere Stadt72518211862
Innere Stadt72418211862
Innere Stadt68117701795
Innere Stadt68217701795
Innere Stadt77017951821
Innere Stadt77217951821
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Rotenturmstraße 24, identisch mit Griechengasse 1 und Adlergasse 2 (Konskriptionsnummer 725 und 724).

Ursprünglich bestand das Gebäude in der Rotenturmstraße 24 aus zwei Häusern:


Haus Stadt 725

Der älteste, nachweisbare Eigentümer des Hauses wird 1434 genannt als er das Haus seinem Sohn überschreiben ließ. 1484 wird erstmals der Hausname "Zur guldein Kron" erwähnt. 1523 wurde das Haus dem Wiener Bürgermeister Wolfgang Treu verkauft.

1672 trug das vierstöckige Haus folgende Inschrift:


Hier sieht man eigentlich abgemahlt
Zwei Greiffen mit ihrer Gestalt,
Die ad liblich haben ihren Standt,
Weil’s Haus zum 3 Cronen ist geannt,
Das wolle der allmechtige Gott
Behueten vor Uebel und Feuersnoth
Und ssammentlich geben auch darneben
Ein ruhiges langes Leben.[1]


Von dem Gasthaus "Zu den Drei Kronen" führte das Stück der heutigen Griechengasse zwischen Hafnersteig und der Rotenturmstraße die Bezeichnung "Kronengasse", die erst 1862 durch die heutige Straßenbenennung ersetzt wurde.

1837 wurde das Haus gemeinsam mit dem Nachbarhaus Haus Stadt 724 umgebaut und bildete ab da ein Objekt.


Haus Stadt 724

1476 erfolgte die erste überlieferte Nennung des damaligen Besitzers Niclas Niderl. Nach vielfachem Besitzerwechsel wohnt 1651 der Maler Tobias Pock (er malte u.A. das Hochaltarbild des Stephansdomes und einige Altarblätter für die 1848 fertiggestellte Schottenkirche) in dem Haus Stadt 724.

1837 wurden die beiden Häuser Stadt 725 und 724 in eines verbaut.


Neubau

1890 errichtete der Architekt Zravenka ein vier Stock hohen Hotelbau (Florentier Renaissance mit bronzenen Bacchantinen) mit 90 Hotelzimmer, der als "Hotel Habsburg" eröffnet wurde.

Die Häuserkataster von 1905 und 1911 weisen als Besitzer des Hauses den Architekten Wilhelm Fraenkel aus. Nach dem Umsturz des Jahre 1918 wandelte sich der Schildname des Hotels in "Hotel Excelsior". 1931 wurde das Gebäude von der Lebensversicherung A.G. Phönix erworben und ging nach deren Zusammenbruch 1936 an die Österreichische Versicherung A.G. über. 1949 wurde der Besitz in eine große Anzahl von Anteilen aufgesplittert, darunter mit 12/1000 an die Excelsior Betriebsgesellschaft.


Kriegsschäden

Am 12. April 1945 fiel das Haus, gleich dem Haus Rotenturmstraße 22, einem Brand zu Opfer. Die Räumlichkeiten des Erdgeschoßes wurden wieder instand gesetzt und dienen heute als Kaffeehaus.


Gewerbe und Firmen innerhalb des Hauses im Laufe der Jahre

  • Hotel Habsburg (1898-1918)
  • Hotel Excelsior (1918-1931)
  • Lebensversicherung A.G. Phönix (1931-1936)
  • Österreichische Versicherung A.G. (1936-1949)


Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 4, 1. Teil. Wien ²1954 (Manuskript im WStLA), S. 71-75


Einzelnachweise

  1. Richard Groner: Wien wie es war. 1934. S. 249