Rotenturmstraße

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Rotenturmstraße
Art des Objekts Verkehrsfläche
Jahr von
Jahr bis
Name seit 1862
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung Am Lichtensteg, Gegenüber St. Stephanspfarrhof, Bischofsgasse, Haarmarkt
Benannt nach Roter Turm
Bezirk 1
Lage Schwedenplatz, Stephansplatz
Verkehr
Prominente Bewohner
Besondere Bauwerke
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Letzte Änderung am  6.04.2017 durch WIEN1\lanm08mic
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Bildname Rotenturmstraße.jpg
Bildunterschrift  Rotenturmstraße
Bildquelle Wiener Stadt- und Landesarchiv, Presse- und Informationsdienst, FC2: 56170/1d
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Rotenturmstraße (1), benannt (1862) nach dem Roten Turm, zu dem sie führte. Ursprünglich hatten die einzelnen Abschnitte der Rotenturmstraße verschiedene Bezeichnungen:

  1. Das Teilstück zwischen Stephansplatz und Lugeck hieß zwischen 1367 und 1547 Am Lichtensteg; für die heute ungerade nummerierten Hausfronten galten daneben die Bezeichnungen Gegenüber St. Stephanspfarrhof (1393) beziehungsweise -propsthof (1418), Bischofshof (1483) und Erzbischofshof (1776); 1796-1862 hieß der Abschnitt Bischofsgasse.
  2. Das Teilstück zwischen Lugeck und Fleischmarkt hieß schon 1288 und noch 1848 Haarmarkt (= Flachsmarkt).
  3. Das (ursprünglich sehr enge und steile) Teilstück zwischen Fleischmarkt und Franz-Josefs-Kai (1830-1837 wurde die Passage durch den Abbruch einiger Häuser und eine zurückgenommene Baulinie erleichtert) wurde schon 1288 Beim Roten Turm genannt, 1563 und 1776 Gegen den Roten Turm; daneben galten die Bezeichnungen Auf dem Steig (1547, 1710; Kennzeichnung des Geländeabfalls gegen die Donau), ab 1786 auch Rotenturmgasse beziehungsweise Rotenturmstraße.
  4. Die platzartige Erweiterung vor den heutigen Hausfronten Nummer 21 und 23 hieß Rabensteig (Rabenplatz); dort stand 1404 und noch 1438 ein Fächtbrunnen (fechen [auch fachen, vechen] = eichen von Hohlmaßen). In der Rotenturmstraße standen verschiedene große Gasthöfe (beispielsweise Zum goldenen Hirsch, Zur goldenen Sonne, Zum goldenen Wolf).
  5. Das Ende der Rotenturmstraße, das dem Donaukanal zugekehrt war, hieß "auf dem fleckh da man den Salczhandel treibt".

Gebäude

Quelle

Literatur

  • Auguste Groner: So war mein Wien. S. 13, S. 23 ff., S. 89 ff.
  • Felix Czeike: Wien. Innere Stadt. Kunst- und Kulturführer. Wien: Jugend und Volk, Ed. Wien, Dachs-Verlag 1993, S. 143 ff.
  • Gustav Gugitz: Bibliographie zur Geschichte und Stadtkunde von Wien. Hg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien. Band 3: Allgemeine und besondere Topographie von Wien. Wien: Jugend & Volk 1956, S. 478
  • Hans Pemmer, Ninni Lackner: Die Rotenturmstraße. In: Wiener Geschichtsblätter 25. Wien: Verein für Geschichte der Stadt Wien 1970, S. 6 ff., S. 35 ff
  • Josef Bergauer: Das klingende Wien. Erinnerungsstätten berühmter Tondichter. Wien: Günther 1946, S. 25, S. 26, S. 69
  • Justus Schmidt / Hans Tietze: Dehio Wien. Wien: A. Schroll 1954 (Bundesdenkmalamt: Die Kunstdenkmäler Österreichs), S. 87
  • Karl Uhlirz: Das Haus Wien, Rotenturmstraße 19. In: Monatsblatt des Altertums-Vereines zu Wien. Wien: Alterthumsverein zu Wien 1884-1918. Band 11, 1894, S. 85 f.
  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 1, 3. Teil. Wien ²1952 (Manuskript im WStLA), S. 626
  • Renate Wagner-Rieger: Das Wiener Bürgerhaus des Barock und Klassizismus. Wien: Hollinek 1957 (Österreichische Heimat, 20), S. 72
  • Robert Mucnjak: Führer durch Alt-Wien. Innere Stadt. Wien: Der Museumsverein Innere Stadt 1980 (Schriftenreihe des Bezirksmuseums, 3)
  • Siegfried Weyr: Wien. Magie der Inneren Stadt. Wien [u.a.]: Zsolnay 1968, S. 179 ff.