Rosaliakapelle

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Art des Bauwerks Sakralbau
Jahr von 1660
Jahr bis 1968
Andere Bezeichnung Rosalienkapelle
Frühere Bezeichnung
Benannt nach Heilige Rosalia
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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BezirkStraßeHausnummer
4Wiedner Hauptstraße10

frühere Adressierung

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Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Rosaliakapelle (Rosalienkapelle; 4). Im Zuge der Erbauung des Freihauses auf der Wieden ließ Konrad Balthasar Graf Starhemberg 1660 eine Kapelle errichten, die der heiligen Rosalia (seit 1646 Schutzpatronin gegen die Pest in der Diözese Wien) gewidmet war. Sie wurde nach Brandzerstörungen (1683, 1759) wiederhergestellt. Das Hauptportal ging in den mittleren Hof des Freihauses. In der Rosaliakapelle gab es neben dem der heiligen Rosalia gewidmeten Hochaltar noch einen Marien- und einen Kreuzaltar, eine Herrschaftsempore und darüber eine Orgelempore. Den Gottesdienst versahen Mönche aus dem Minoritenkloster. 1782 wurde die Rosaliakapelle auf Anordnung Josephs II. gesperrt, 1810 jedoch wiedereröffnet; es gab nun einen eigens angestellten Benefiziaten. Von Verkäuferinnen am (damals vor dem Freihaus befindlichen) Naschmarkt wurde die Rosaliakapelle gerne besucht. 1872 wurde die entweihte Rosaliakapelle in ein Magazin umgewandelt. Von den drei Altären, die nach Ankauf durch Thronfolger Franz Ferdinand 1913 zunächst in einem kaiserlichen Depot verwahrt wurden, kamen 1926 der Hochaltar in die Wolfgangkirche in Kirchberg am Wechsel und die Seitenaltäre in die Stadlauer Salesianerkirche. Der profanierte Kapellenraum wurde I960 vom Bundesdenkmalamt instand gesetzt, 1966 durch einen Brand beschädigt und1968 abgetragen.

Literatur

  • Sigmund Conrad: Das Freihaus mit dem Gotteshause zur heiligen Rosalia. 1871
  • Wilhelm Anton Neumann: Die Rosaliakapelle beim sogenannten Starhembergschen Freihaus auf der Wieden. In: Mo. 26 (1909), S. 113 ff.
  • Gustav Gugitz: Österreichs Gnadenstätten in Kult und Brauch. Band 1: Wien. Wien: Hollinek 1955, S. 59f.
  • Else Spiesberger: Das Freihaus. Wien [u.a.]: Zsolnay 1980 (Wiener Geschichtsbücher, 25), S. 34 ff.