Rockhgasse 4

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Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1880
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt Emil von Förster
Prominente Bewohner
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  5.06.2017 durch DYN\krabina
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BezirkStraßeHausnummer
1Rockhgasse4

frühere Adressierung

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Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Rockhgasse 4.

Das Gebäude befindet sich auf ehemals dem Schottenkloster gehörenden Grund, der von dem Wiener Giro- und Cassenverein erworben wurde. Dieser ließ 1880 auf den 1620 m² großen Bauplatz, an der einspringenden Ecke der Rockhgasse, nach den Plänen von Emil von Förster durch den Baumeister A. Schuhmacher mit einem Kostenaufwand von 645,038 Gulden das Gebäude erbauen, das in baulicher Bezeichnung schon wegen seiner eigentümlichen Form und Raumeinteilung interessant ist.

Die Grundform des dort errichteten Hauses mit kurzer, um die Ecke führenden Straßenfront gestattete keine Fassadenentwicklung, ermöglichte dafür aber die Anlage eines großen Saales. Die Bildhauerarbeiten stammen von Adolf Szily.

Bezüglich der Anordnung des Reichswirtschaftsministers vom 22. Jänner 1942 wurde das Eigentumsrecht an dem Hause der Deutschen Reichsbank einverleibt, aufgrund des Notenbank Überleitungsgesetzes vom 3. Juli 1945 der österreichischen Nationalbank.

Archäologische Funde

Schon die Grundaushebung für diesen Bau förderten bemerkenswerte Funde zu Tage. Als das Terrain hierfür abgegraben wurde, kamen sechs bis acht steinerne oben abgeplattete Kugeln zum Vorschein, deren Durchmesser mit 31,6 cm, die Höhe mit 21 cm angegeben wird. Es zeigten sich dort auch starke Mauern, von denen die eine in der Richtung gegen das Telegrafenamt (Börseplatz 1 strich, während die andere in der Richtung der Rockhgasse parallel zum neuen Schottentrakt verlief. Neben der ersten zog eine doppelte Reihe von dem mächtigen Pfeilern mit Bogenansätzen. Die Distanz der beiden Reihen betrug 2,8 Meter, die Stärke der Pfeiler 94 cm im Quardrat. Die Richtung war gegen die Hohenstaufengasse. Auch die zweite Mauer, die längs des neuen Schottentraktes lief, war von zwei bis drei offenen Bögen unterbrochen. Ein Kapitel einfachster Art und ein profiliertes Gebälkstück aus Kalkstein wurde dort ausgegraben.

Gewerbe und Firmen innerhalb des Hauses im Laufe der Jahre

Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 2, 4. Teil. Wien ²1953 (Manuskript im WStLA), S. 712-713