Robert Stolz

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Personenname Stolz, Robert
Abweichende Namensform
Titel Prof.
Geschlecht männlich
GND 118618652
Geburtsdatum 25.08.1880
Geburtsort Graz
Sterbedatum 27.06.1975
Sterbeort Berlin
Begräbnisdatum 04.07.1975
Friedhof Wiener Zentralfriedhof, Ehrengrab, Grab 32C, Nummer 24
Grabstelle
Ehrengrab ja
Beruf Komponist, Kapellmeister
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche Robert-Stolz-Platz
Denkmal Stolz-Gedenkstein, Stolzbüste, Denkmal Robert Stolz, Gedenktafel Robert Stolz - Grinzing, Gedenktafel Wohnhaus Robert Stolz
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  16.01.2018 durch WIEN1\lanm09lue
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AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Bürger der Stadt Wien19 März 1947
Filmband in Gold für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film1969
Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst23 März 1970
Großes Goldenes Ehrenkreuz für Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland1963
Ehrenbürger der Stadt Wien9 Juli 1970
Grand Prix du Disque populaire1966
Anton-Bruckner-Ring der Wiener Symphoniker1963
Ehrenring des Landes Steiermark1968
Ehrenring der Stadt Graz

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NameVerwandtschaftsgrad
Grete Holm1. Gattin
Lili Karner2. Gattin
Yvonne Luise („Einzi") Ulrich3. Gattin

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Robert Stolz, * 25. August 1880 Graz, † 27. Juni 1975 Berlin, Komponist.

Biographie

Wuchs in Graz und Wien auf, studierte am Wiener Konservatorium (Abschluss 1896), wurde Kapellmeister in Graz, 1898 in Marburg (Maribor) beziehungsweise 1902 am Salzburger Stadttheater. Er war in erster Ehe ab 1904 mit Grete Holm, einer Operettensoubrette, verheiratet. Seine zweite Ehefrau war Lili Karner, seine dritte Gattin (1946) Yvonne Luise ("Einzi") Ulrich.

Nach seiner Übersiedlung nach Wien wurde Stolz 1905 Kapellmeister am Theater an der Wien, wo er sich zum "Stardirigenten" der Silbernen Operettenära entwickelte. 1913 komponierte er seine erste Filmmusik ("Der Millionenonkel" mit Hubert Marischka), 1916 erfolgte in Berlin die Uraufführung der Operette "Der Favorit", 1919 komponierte er Tanzmusik (beispielsweise Salome; Hallo, du süße Klingelfee) und gründete mit Otto Hein den Boheme-Verlag. Die Uraufführung von "Der Tanz ins Glück" im Raimundtheater (1921) wurde ein großer internationaler Erfolg. Mit der nur wenige Monate spielenden "Robert-Stolz-Bühne" (1, Annagasse 3, im Annenhof) ging Stolz 1924 in Konkurs, hatte dann aber mit "Zwei Herzen im Dreiviertel-Takt" einen durchschlagenden Erfolg.

Ab 1930 lebte Stolz in Berlin, kehrte 1935 nach Wien zurück und ging 1938 freiwillig (er wurde weder politisch noch rassistisch verfolgt) in die Emigration. Er hielt sich zunächst in Paris auf, wo er seine dritte Gattin kennenlernte, und ging 1940 in die USA. Er komponierte weiterhin Filmmusik (Oscar für "Spring-Parade" und "It Happened Tomorrow"), arbeitete aber auch als Dirigent. 1946 kehrte Stolz nach Wien zurück und begann hier eine beispiellose Karriere. Der Uraufführung der Operette "Schicksal mit Musik" (Libretto Karl Farkas) folgte 1947 die Uraufführung der Operette "Drei von der Donau" und 1951 die Verfilmung von "Der Tanz ins Glück".

Ab 1952 war Stolz musikalischer Leiter und Komponist der Wiener Eisrevue, 1955 komponierte er die Filmmusik zu "Die Deutschmeister" (mit Romy Schneider), 1959 eine Neufassung der "Salome" (die als "Romeo" ein Welterfolg wurde), 1962 (Uraufführung Bregenzer Festspiele) die Operette "Trauminsel" und 1964 (Uraufführung Volksoper) die Operette "Frühjahrsparade".

In seinem Geburtshaus in Graz wurde 1991 ein Robert-Stolz-Museum eingerichtet.

Literatur

  • Neue österreichische Biographie. 1815 – 1918. Wien [u.a.]: Amalthea-Verlag 1923-1935. Band 1 (1923), S. 20, S. 162 ff.
  • Richard Bamberger [Hg.]: Österreich-Lexikon in zwei Bänden. Wien: Verlags-Gemeinschaft Österreich-Lexikon 1995
  • Isabella Ackerl / Friedrich Weissensteiner: Österreichisches Personenlexikon [der Ersten und Zweiten Republik]. Wien: Ueberreuter 1992
  • Reclams deutsches Filmlexikon. Filmkünstler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Stuttgart: Reclam 1984
  • Hugo Riemann: Riemann Musiklexikon. Mainz: Schott 1959-1961
  • Gustav Holm: Im 3/4-Takt durch die Welt. Ein Lebensbild des Komponisten Robert Stolz. Linz [u.a.]: Ibis-Verlag 1948
  • Wolf-Dietrich Brümmel / Friedrich van Booth: Robert Stolz - Melodie eines Lebens. Ein Komponist erobert die Welt. Eine Bildbiographie. Hamburg: Schröder 1967
  • Othmar Herbrich: Robert Stolz, König der Melodie. Aufzeichnungen seines Lebens. Wien [u.a.]: Amalthea 1975
  • Rudolf Stolz / Einzi Stolz: Servus Du. Robert Stolz und sein Jahrhundert. Hg. von Aram Bakshian. München: Blanvalet 1980
  • Hanns Jäger-Sunstenau: Die Ehrenbürger und Bürger ehrenhalber der Stadt Wien. Wien: Deuticke 1992 (Forschungen und Beiträge zur Wiener Stadtgeschichte, 23), S. 73, S. 85
  • Gerhard Renner: Die Nachlässe in der Wiener Stadt- und Landesbibliothek. Wien 1993
  • Profil, 15 (1992), S. 110 ff.
  • Rathaus-Korrespondenz. Wien: Presse- und Informationsdienst 06.10.1980, 21.08.1980, 25.9.1980