Robert Hans Schmitt

Aus Wien Geschichte Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Personenname Schmitt, Robert Hans
Abweichende Namensform
Titel
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 07.01.1870
Geburtsort Wien
Sterbedatum 10.05.1899
Sterbeort Mangali, Tanzania
Begräbnisdatum
Friedhof
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Maler, Bergsteiger, Alpinist
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Letzte Änderung am  19.07.2016 durch WIEN1\lanm08wuc
Export RDF-Export (Resource Description Framework) RDF


Es wurden noch keine Funktionen zu dieser Person erfasst!

Es wurden noch keine Auszeichnungen zu dieser Person erfasst!

Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Letzte Wohnadresse1Annagasse8

Es wurde noch keine Familie zu dieser Person erfasst! Es wurden noch keine Beziehungen zu dieser Person erfasst!

Es wurden noch keine Objekte nach dieser Person benannt!

Robert Hans Schmitt, * 7. Jänner 1870 Wien, † 10. Mai 1899 Mangali (Tanzania, Afrika; zuletzt wohnhaft 1, Annagasse 8), Maler, Bergsteiger.

Studierte an der Kunstakademie (bei Hugo Darnaut-Fix). 1888-1893 gehörte er zu den besten Kletterern Wiens, ab 1887 war er Mitglied beim elitären Österreichischen Alpenklub. Schmitt war als Bergsteiger überaus erfolgreich. Es gelangen ihm zahlreiche Erstbesteigungen, wie etwa Eiskarlspitze (Dachstein, 1893), Roter Turm (Lienzer Dolomiten, 1888), Fünffingerspitze (Grödener Dolomiten, 1890), Lorenzspitze im Pflerscher Kamm (Stubaier Alpen, 1892), sowie noch zahlreichere Erstbegehungen, darunter die Durchsteigung der Mitterspitz-Südwand (1889), der als erste Kletterroute durch die Südabstürze der Dachstein-Gruppe besondere Bedeutung zukommt. - Etwa Mitte der neunziger Jahre wandte sich Schmitt vom Bergsport ab. Sein Interesse galt fortan Ostafrika; hier unterstützte er das utopische Kolonisationsprojekt "Freiland", dessen praktische Durchrührung sich jedoch schon bald als unmöglich erwies. Schmitt trat in der Folge im damaligen Deutsch-Ostafrika in den deutschen Kolonialdienst ein und erforschte südlich von Dar-es-Salaam das Mündungsgebiet des Rufidschi-Flusses bis zu den Panganifällen. 1898 rüstete Schmitt eine Expedition an das Nordost-Ufer des Nyassa-Sees (heute Malawi-See) aus, erlag jedoch einem schweren Anfall von Schwarzwasserfieber.

Literatur

  • Eduard Pichl: Wiens Bergsteigertum. Wien: Österreichische Staatsdruckerei 1927
  • Mitteilungen der Geographischen Gesellschaft (1895), S. 621 ff.
  • Österreichische Alpenzeitung 21 (1899), S. 155 f.
  • Mitteilungen des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins 25 (1899) 12, S. 149 f.
  • Österreichische Touristenzeitung (1899), S. 154
  • Der Gebirgsfreund (1899), S. 86 f.