Roßmarkt

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Art des Objekts Sonstiges
Jahr von
Jahr bis
Name seit
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Bezirk 1
Lage
Verkehr
Prominente Bewohner
Besondere Bauwerke
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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Roßmarkt (1). Es gibt mehrere Plätze, die diese Bezeichnung trugen: dies sind neben den Pferdestallungen, die im Tauschvertrag von Mautern 1137 an der Stelle der heutigen Stephanskirche genannt werden, die Renngasse, der Stock-im-Eisen-Platz, ein Areal zwischen Augustinerkloster und Kärntnertor sowie der Getreidemarkt. Die Chronologie ist allerdings sehr schwierig. Es ist anzunehmen, dass der ursprüngliche Markt am Stock-im-Eisen-Platz gegen Ende des 13. Jahrhunderts seine Funktion verlor (wir erfahren indirekt 1303, direkt 1308 von einer Bezeichnung "alter Roßmarkt"). Zu gleicher Zeit taucht für die Renngasse (1303 und 1305) der Name "neuer Roßmarkt" auf. Jeden Samstag wurde Wochenmarkt gehalten, dazu kamen zwei Hauptmarkttage zu Pfingsten und zu Katharina (25. November). Schon Mitte des 14. Jahrhunderts musste der Roßmarkt aus Verkehrsrücksichten auf den Platz zwischen Augustinerkloster und Kärntnertor verlegt werden (in der Nähe war auch der Schweinemarkt [1, Lobkowitzplatz]). Auch hier sprach man von einem "neuen Roßmarkt". 1627 wurde der Roßmarkt vor das Kärntnertor (etwa Getreidemarkt), am 17. März 1656 in die Nähe des Stubentors verlegt (Wiener Stadt- und Landesarchiv, Hauptarchiv-Akt 23/1656).

Literatur

  • Gustav Gugitz: Bibliographie zur Geschichte und Stadtkunde von Wien. Hg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien. Band 3: Allgemeine und besondere Topographie von Wien. Wien: Jugend & Volk 1956, S. 478 (Roßmarkt), S. 485 f. (Stock-im-Eisen-Platz)
  • Karl Fajkmajer: Roßmarkt. In: Skizzen aus Alt-Wien. (ohne Jahr), S. 37 f.
  • Richard Perger, in: Jahrbuch des Vereins für Geschichte der Stadt Wien 29/20. Wien: Verein für Geschichte der Stadt Wien 1963/1964, S. 46 f.