Ringmauer

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Art des Bauwerks Sonstiges
Jahr von 1200
Jahr bis 1531
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Letzte Änderung am  26.06.2017 durch WIEN1\lanm08swa
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Bildname Ringmauer.jpg
Bildunterschrift  Die Ringmauer auf Sebastian Münsters Darstellung von Wien 1547
Bildquelle WStLA, Kartographische Sammlung, P5: 6177
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
1Salzgries
1Franz-Josefs-Kai
1Löwelstraße
1Philharmonikerstraße
1Oppolzergasse
1Walfischgasse
1Mölker Steig
1Seilerstätte
1Helferstorferstraße

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

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Die um 1200 erbaute Ringmauer ist in Blau wieder gegeben, die ältere Burgmauer in Rot.

Bezeichnung für die um 1200 errichtete, aus dem für Richard Löwenherz erpressten Lösegeld finanzierte neue Befestigungsanlage von Wien, die ein wesentlich größeres Areal als die auf dem römerzeitlichen Grundlagen aufsetzende Burgmauer umschloss. Das durch die Ringmauer einbezogene Gelände war anfangs nur teilweise verbaut, die völlige Verbauung war gegen 1220 abgeschlossen. Möglicherweise wurde aus diesem Anlass das Stadtrechtsprivileg Leopolds VI. 1221 gewährt. Zwischen 1531 und 1672 wurde die Ringmauer durch die ihrem Zug folgende, aber wesentlich breitere Festungsmauer mit Basteien und Ravelins ersetzt. Darstellungen von Teilen der zinnenbekrönten Ringmauer haben sich auf einem Bild des Schottenaltars von 1469 (Flucht nach Ägypten), einem Bild des Babenbergerstammbaums von circa 1490 (Tod Friedrichs des Streitbaren), auf Grafiken des 16. Jahrhunderts (Hans Lautensack, Sebastian Münster) und auf Jakob Hoefnagels Vogelschau von 1609 erhalten. Reste befinden sich im Durchgang vom Platz In der Burg zum Heldenplatz (Mauerwerk des Widmertorturms) sowie in der U-Bahn-Station Stubentor (U3; Grundmauern des Stubentors).

Verlauf der Ringmauer (nach heutiger Nomenklatur):

Löwelstraße-Oppolzergasse-Mölker Steig-Helferstorferstraße, dann nach einer Krümmung quer durch die Häuserblöcke zwischen Börse- und Concordiaplatz zum Salzgries, weiter Franz-Josefs-Kai-Dominikanerbastei-Stubenbastei-Seilerstätte-Walfischgasse (alte Trasse)-Philharmonikerstraße und entlang der Außenfronten der Albertina, des Mittelbaus der Österreichischen Nationalbibliothek, des Schweizertrakts und des Leopoldinischen Trakts der Hofburg zur Löwelstraße.

Tore (mit Türmen)

Kleinere Türme

(die in die Ringmauer, hauptsächlich an der Donaufront, eingebunden waren):


Siehe auch Stadtbefestigung

Literatur

  • Richard Perger: Straßen, Türme und Basteien. Das Straßennetz der Wiener City in seiner Entwicklung und seinen Namen. Wien: Deuticke 1991 (Forschungen und Beiträge zur Wiener Stadtgeschichte, 22), S. 111 f. (weitere Literatur)
  • Walter Hummelberger: Die Befestigungen Wiens. Wien [u.a.]: Zsolnay 1974 (Wiener Geschichtsbücher, 14), S. 14 ff.
  • Ferdinand Opll: Alte Grenzen im Wiener Raum. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1986 (Kommentare zum Historischen Atlas von Wien, 4), S. 25 ff.