Riemergasse 12

Aus Wien Geschichte Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1894
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung Kleiner Ramhof, Zum goldenen Stiefel, Zum grünen Anker
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  7.06.2017 durch DYN\krabina
Export RDF-Export (Resource Description Framework) RDF
BezirkStraßeHausnummer
1Riemergasse12

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt89917701795
Stadt81818621862
Stadt86817951821
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Riemergasse 12 (Konskriptionsnummer 818).

Hier stand laut Harrer (Paul Harrer: Wien, seine Häuser) ein Haus, das ein Teil des "Ramhofes" war und nach seiner Abtrennung im 16. Jahrhundert den Namen "Kleiner Ramhof" führte. Andere Quellen geben hingegen an, dass das Haus Stadt 829 (heute Teil des Hauses Kumpfgasse 11) diesen Namen führte (siehe Großer Ramhof und Kleiner Ramhof). Ab dem Jahr 1558 sind die Besitzer des Hauses bekannt, das 1578 im Gewerbuch (Grundbuch) als "öder Stockh und Stadl" beschrieben wurde. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde das Haus neu erbaut, sodass im Gewerbuch 1619 der Besitz "eines neu gemauerten Stocks, so zuvor alles verödet gewesen" verzeichnet wird. Im 17. Jahrhundert trug das Gebäude laut Harrer den Namen "Zum goldenen Stiefel", doch auch hier nennen andere Quellen das bereits erwähnte Haus Stadt 829. Vor 1795 wurde das bis dahin einstöckige Gebäude um zwei Stockwerke erhöht.

Im Jahr 1821 wurde das Haus durch eine Neubau ersetzt, der vier Stockwerke hoch war und nun den Namen "Zum grünen Anker" trug. Bereits 1894/1895 wurde auch dieses Gebäude abgetragen und durch das heutige ersetzt, das auf wesentlich verkleinerter Grundfläche (243 Quadratmeter) entstand. 1930 erwarb es die "Wechselseitige Brandschaden und Janus Allgemeine Versicherungs Anstalt auf Gegenseitigkeit", ab 1936 gehörte es der "Österreichischen Versicherungs AG".

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs (April 1945) wurde das Dach durch Splitter und Druckwellen schwer beschädigt.


Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 4, 3. Teil. Wien ²1955 (Manuskript im WStLA), S. 699-701