Rauhensteingasse 12

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1., Rauhensteingasse 12, um 1940
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1574
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  6.06.2017 durch DYN\krabina
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Bildname Rauhensteingasse12.jpg
Bildunterschrift  1., Rauhensteingasse 12, um 1940
Bildquelle WStLA, Fotosammlung Stadtplanung, Reiffenstein
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
1Rauhensteingasse12
1Himmelpfortgasse5

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt94818211862
Stadt99017951821
Stadt96817701795
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Rauhensteingasse 12 (Konskriptionsnummer 948), Himmelpfortgasse 5.

Vorgängerbauten

Auf diesem Grundstück standen ursprünglich zwei Gebäude:

Haus A

Die erste urkundliche Nennung dieses Hauses stammt aus dem Jahr 1346. In einer Urkunde vom 10. April 1421 bestätigen Bürgermeister und Rat der Stadt Wien die Rechte einer (Teil-)Besitzerin. Das Haus gehörte bis zu diesem Zeitpunkt noch ihrem Vater sowie dessen Bruder. Da der Vater aber schon lange Zeit außer Landes und mehrfach totgesagt war, wurden dessen Besitzrechte der Tochter übertragen. Nach 1453 brannte das Haus ab. Die Brandruine wurde in der Folge an den Kaplan einer Messstiftung verkauft. Dieser kaufte 1488 noch ein weiteres Grundstück, auf dem vormals ein "hewsl gebaut und abgeprunnen" war und das hinten an das Haus der Stiftung grenzte. 1574 wird erwähnt, dass das Grundstück "seither verbaut worden" sei.

Haus B

Dieses Haus stand an der Ecke zur Himmelpfortgasse und wurde 1359 von seinem Besitzer zu einer ewigen Messe am Katharinaaltar des Himmelpfortklosters gestiftet und blieb dieser Widmung bis 1783 erhalten.


Heutiges Haus

Zwischen 1566 und 1574 wurden die beiden Häuser zu einem Gebäude verbaut, die beiden Stiftungen wurden jedoch aufrecht erhalten. Ab 1683 stand es im Besitz des Himmelpfortklosters. Als dieses 1783 aufgehoben wurde, kam das Haus in Privathand. Hier befand sich auch "Seeligs Spezereihandlung", in der Beethoven verkehrte (siehe Beethoven-Gaststätten). Ab dem 30. Mai 1941 gehörte das (gesamte) Gebäude Paul Matouschek, der hier sein bekanntes Geschäft für modernste Haus- und Küchengeräte betrieb.


Gewerbe und Firmen innerhalb des Hauses im Laufe der Jahre

  • Seeligs Spezereihandlung
  • Geschäft für modernste Haus- und Küchengeräte Paul Matouschek


Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 5, 1. Teil. Wien ²1955 (Manuskript im WStLA), S. 159-161