Römisches Bad

Aus Wien Geschichte Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1872
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt Heinrich Claus, Josef Groß
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Letzte Änderung am  5.06.2017 durch DYN\krabina
Export RDF-Export (Resource Description Framework) RDF
BezirkStraßeHausnummer
2Kleine Stadtgutgasse9
2Holzhausergasse4–6

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Derzeit wurden noch keine Konskriptionsnummer zu diesem Bauwerk erfasst!
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Das Römische Bad, 2., Kleine Stadtgutgasse 9, Holzhausergasse 4-6, im Volksmund Römerbad, wurde 1872 im Zuge der Vorbereitung der Weltausstellung von Heinrich Claus und Josef Groß im Renaissancestil erbaut und großzügig und elegant nach altrömischen Vorbildern gestaltet. Es war damals das größte Dampf- und Heißluftbad der Welt. Es liegt nahe dem Praterstern zwischen Heinestraße (damals Kaiser-Joseph-Straße) und Nordbahnstraße. Die Bausubstanz ist zum beträchtlichen Teil noch erhalten, obwohl das Bad nicht unter Denkmalschutz stand. Nachbar des Bades im nächsten Häuserblock zur Nordbahnstraße und damit auch zum Nordbahnhof, dem meistfrequentierten der Monarchie, war das Hotel Donau, später die Bundesbahndirektion Wien. Nach 1945 wurde das Bad, damals im sowjetisch besetzten Sektor Wiens gelegen, aufgelassen, die Bausubstanz für andere Zwecke (Büros, Werkstätten, Lagerräume) verwendet.

Die Figuren über dem Eingang (zugleich Balkonträger) schuf Franz Melnitzky, die zwei Gemälde für den Vorsaal des Herrenbads Hans Canon. Im Vorraum stand eine Büste des Gründers Dr. Johann Nepomuk von Heinrich. Gedenktafeln waren zur Erinnerung an die Besuche Franz Josephs I. (12. August 1873), des brasilianischen Kaisers Dom Pedro II. (13. März 1877) und des Schah von Persien, Nasr-Eddin (8. und 13. Juli 1878), angebracht.

Baupläne

Heinrich Claus, Josef Groß, Römisches Bad am Praterstern in Wien. In: Allgemeine Bauzeitung 39 (1874), S. 16 mit Tafel 6 ff.

Literatur

  • Andreas Lehne: Das Römische Bad in der Leopoldstadt. In: ÖZKD 39 1985), S. 104 ff.
  • Waissenberger, Nutzbauten, S. 52, S. 132 f.
  • Justus Schmidt / Hans Tietze: Dehio Wien. Wien: A. Schroll 1954 (Bundesdenkmalamt: Die Kunstdenkmäler Österreichs) 2-9, S. 30
  • Technischer Führer durch Wien. Hg. vom Österreichischen Ingenieur- und Architekten-Verein. Red. von Martin Paul. Wien: Gerlach & Wiedling 1910, S. 425
  • Emil Winkler: Technischer Führer durch Wien. Wien: Lehmann & Wentzel 1873, S. 167
  • Die Leopoldstadt. Ein Heimatbuch. Wien: Lehrer-Arbeitsgemeinschaft 1937, S. 252
  • Hans Markl: Kennst du alle berühmten Gedenkstätten Wiens? Wien [u.a.]: Pechan 1959 (Perlenreihe, 1008), S. 114 f.
  • Hans Markl: Die Gedenktafeln Wiens. Wien: ABZ-Verlag 1949, S. 69 ff.
  • Gustav Gugitz: Bibliographie zur Geschichte und Stadtkunde von Wien. Hg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien. Band 2: Die Gemeinde, ihre Verwaltung und sozialen Belange, Wirtschaftsleben, Handel, Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft, Volkskunde, Naturwissenschaft, Klimatologie, Meteorologie, Naturereignisse, Varia und Kuriosa. Wien: Jugend & Volk 1955, S. 53