Plankengasse

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Art des Objekts Verkehrsfläche
Jahr von 1827
Jahr bis
Name seit 1827
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung Blankengasse, Kapuzinergasse
Benannt nach
Bezirk 1
Lage Dorotheergasse, Neuer Markt
Verkehr
Prominente Bewohner
Besondere Bauwerke
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Plankengasse (1), eröffnet 1795 zwischen dem Neuen Markt und der Spiegelgasse auf einem zuvor zum Kapuzinerkloster gehörigen, jedoch aufgrund der josephinischen Reformen 1784 parzellierten Grund; Joseph II. befahl, dort "längs der Planke" Häuser errichten zu lassen; zunächst Kapuzinergasse benannt. Die heutige Benennung (erstmals 1821 als Blankengasse, seit 1827 Plankengasse) geht auf Karl Abraham Wetzlar Freiherr von Plankenstern (* 1715, † 1799) zurück, der die Parzellierung, Verbauung und Einplankung der Kapuzinergründe übernommen hatte. Der Straßenzug wurde zwar 1802 (nach Abbruch des Dorotheerhofs) bis zur Dorotheergasse verlängert, doch erhielt dieses Straßenstück zunächst unter Bezugnahme auf das Stift Klosterneuburg, das nach der Aufhebung des Dorotheerklosters durch Joseph II. (1782) die Liegenschaft übernommen sowie den Abbruch des Dorotheerhofs und die Trassierung des Straßendurchbruchs veranlasst hatte, die Bezeichnung Neuburgergasse (1821, 1827; gleichzeitig auch Name der heutigen Stallburggasse). Der 1803-1806 an die Stelle des Dorotheerhofs tretende Klosterneuburger Hof bestand nunmehr aus zwei durch die Gasse getrennten Bauteilen. Seit 1862 trägt die Plankengasse ihren Namen in der heutigen Ausdehnung.

Pfarrzugehörigkeit bis 1938

Bis 1938 lag die Standesführung in Österreich in den Händen der konfessionellen Behörden. Die Geburts-, Ehe-, und Sterbematriken von katholischen Bewohnerinnen und Bewohnern wurden von der zuständigen Pfarre geführt.

Gebäude

Literatur

  • Peter Autengruber: Lexikon der Wiener Straßennamen. Bedeutung, Herkunft, frühere Bezeichnungen. Wien: Pichler Verlag 2014, 9. Auflage, S. 233
  • Felix Czeike: Wien. Innere Stadt. Kunst- und Kulturführer. Wien: Jugend und Volk, Ed. Wien, Dachs-Verlag 1993, S. 131
  • Rudolf Geyer: Handbuch der Wiener Matriken. Ein Hilfswerk für Matrikenführer und Familienforscher. Wien: Verlag des Österreichischen Instituts für Genealogie, Familienrecht und Wappenkunde, 1929
  • Richard Perger: Straßen, Türme und Basteien. Das Straßennetz der Wiener City in seiner Entwicklung und seinen Namen. Wien: Deuticke 1991 (Forschungen und Beiträge zur Wiener Stadtgeschichte, 22)
  • Ursula Prokop: Wien. Aufbruch zur Metropole. Wien: Böhlau Verlag 1994, S. 137
  • Renate Wagner-Rieger: Das Wiener Bürgerhaus des Barock und Klassizismus. Wien: Hollinek 1957 (Österreichische Heimat, 20), S. 70