Pflasterung

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Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
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Die erste Pflasterung in Wien wird auf einer städtischen Rechnung aus dem Jahr 1533 erwähnt. Planmäßige Pflasterung in Wien gab es erst 70 Jahre später. In einer Urkunde vom 14. November 1602 befahl die niederösterreichische Regierung über Verordnung des Erzherzogs Matthias dem Schottenabt Georg, dass, obwohl die Pflasterung der Stadt für jeden geistlichen oder weltlichen Hausbesitzer 1598 befohlen wurde, er diejenigen in seiner Jurisdiktion vermahnen sollte, welche dem Befehl noch nicht nachgekommen waren, da die Pflasterung möglichst bald überall durchgeführt werden sollte. Diese Pflasterung erfolgte mit Kieselsteinen.

Bis 1724 gab es nur in der inneren Stadt richtige Pflasterung. Seit 1733 bezog man ausschließlich Material aus dem Steinbruch zu Sievering. 1778 begann man die Straßen mit rechtwinkligen Steinen zu bepflastern, wozu seit 1880 schwarzgraue Granitwürfel aus den Steinbrüchen zu Mauthausen und Freistein verwendet wurden. 1813 wurden die Hauptstraßen der Vorstädte und die Straßen neben dem Glacis bepflastert.

Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 2, 1. Teil. Wien ²1952 (Manuskript im WStLA), S. 118