Petersplatz

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1., Petersplatz, um 1940
Art des Objekts Verkehrsfläche
Jahr von
Jahr bis
Name seit
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung St. Petersfreithof, St. Peters Kirchhof
Benannt nach
Bezirk 1
Lage Am Graben
Verkehr
Prominente Bewohner
Besondere Bauwerke Peterskirche
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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Bildname Petersplatz.jpg
Bildunterschrift  1., Petersplatz, um 1940
Bildquelle WStLA, Fotosammlung Stadtplanung, Reiffenstein
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Petersplatz (1), rund um die Peterskirche gelegen.

Der Petersplatz aus dem Jahr 1732

Hier befand sich ursprünglich der Petersfreithof, der zwar größtenteils bereits im 13. Jahrhundert aufgelassen worden sein dürfte, jedoch als topographische Bezeichnung noch 1701 (St. Petersfreithof) beziehungsweise 1776 (St. Peters Kirchhof) nachzuweisen ist. 1786 wird erstmals der Petersplatz erwähnt, doch wechselte der Name auch noch in der Folgezeit (beispielsweise 1795 und 1827 Am Peter). Erst seit 1848 ist Petersplatz gebräuchlich. Das Areal des aufgelassenen Friedhofs diente zeitweise Marktzwecken. Bis ins 17. Jahrhundert wurden die heutigen Parzellen Freisingergasse eins und vier beziehungsweise Goldschmiedgasse neun und zehn zum Petersfreithof gerechnet.

Eines jener sieben Häuschen, die anstelle des heutigen Baublocks Petersplatz 11 (Freisingergasse 1, Goldschmiedgasse 10) standen, war das Eisgrübel (1684 wird das angrenzende Stück der Goldschmiedgasse "Eisgruben" genannt). 1701 wurde inmitten der Häusergruppe ein freistehendes Gebäude als Sitz der Polizei-Hauptwache errichtet (noch 1845 nachzuweisen). Das hakenförmig rundum verlaufende Gässchen hieß Im Eisgrübel (es verschwand erst 1895). Unmittelbar an die Nordseite der Kirche war ab etwa 1600 ein Wachlokal der Stadtguardia angebaut (das ab 1646 von der Rumorwache benützt wurde, jedoch dem Bau der barocken Kirche zum Opfer fiel).

Ein zur Spenglergasse (Tuchlauben) verlaufendes Gässchen, zwischen den heutigen Nummern fünf und sechs (Peterspfarrhof), hieß Anfang des 15. Jahrhunderts "Gäßlein, als man an St. Petersfreithof geht" (Anfang 19. Jahrhundert Kleine Bognergasse), das bei der Errichtung des Gebäudes der Ersten österreichischen Spar-Casse (1, Graben 21) verschwand.

1., Petersplatz, um 1940

Gebäude

Literatur

  • Felix Czeike: Wien. Innere Stadt. Kunst- und Kulturführer. Wien: Jugend und Volk, Ed. Wien, Dachs-Verlag 1993, S. 128 ff.
  • Renate Wagner-Rieger: Das Wiener Bürgerhaus des Barock und Klassizismus. Wien: Hollinek 1957 (Österreichische Heimat, 20), S. 69 f.
  • Richard Perger: Straßen, Türme und Basteien. Das Straßennetz der Wiener City in seiner Entwicklung und seinen Namen. Wien: Deuticke 1991 (Forschungen und Beiträge zur Wiener Stadtgeschichte, 22)
  • Robert Mucnjak: Führer durch Alt-Wien. Innere Stadt. Wien: Der Museumsverein Innere Stadt 1980 (Schriftenreihe des Bezirksmuseums, 3), S. 80