Peter Habig

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Personenname Habig, Peter
Abweichende Namensform
Titel Kommerzialrat
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 29.01.1839
Geburtsort Salmünster
Sterbedatum 04.01.1916
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum
Friedhof Zentralfriedhof
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Hutmacher, Industrieller
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  12.08.2016 durch WIEN1\lanm08wuc
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Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Sterbeadresse4Wiedner Hauptstraße17
Wirkungsadresse1Kärntner Straße51
Wirkungsadresse1Walfischgasse2
Wirkungsadresse4Wiedner Hauptstraße29
NameVerwandtschaftsgrad
Adelheid AuhlGattin
Franz AuhlSchwiegervater
Carl HabigBruder

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Peter Habig, * 29. Jänner 1839 Salmünster, Kurhessen, † 4. Jänner 1916 Wien 4, Wiedner Hauptstraße 17 (Zentralfriedhof, Gruft mit Grabdenkmal von Josef Engelhart), Hutfabrikant, Gattin Adelheid Auhl.

Kam mit einem entfernten Verwandten, Franz Auhl, nach Wien, wo er 5 Jahre das Hutmachergewerbe erlernte (Freisprechung 1858 in Korneuburg). Auhls Tochter brachte bei ihrer Heirat als Mitgift ein Detailgeschäft ihres Vaters in die Ehe, das bis 1866 in dieser Form weitergeführt wurde. 1867 errichtete Habig eine eigene kleine Werkstätte, in der er ausschließlich Seiden- und die damals begehrten Chemise-Galette-Hüte erzeugte; 1871 machte er seinen Bruder Carl zum Kompagnon ("Peter & Carl Habig"). 1870 gewann er auf der Internationalen Ausstellung in Kassel eine Goldmedaille, 1873 wurde er auf der Wiener Weltausstellung ausgezeichnet ("Hors concours Juror"). 1874 eröffnete Habig ein vornehmes Geschäft im Palais Todesco (1, Kärntner Straße 51, Walfischgasse 2), 1882 begann man mit dem Bau einer großen Fabrik (4, Wiedner Hauptstraße 29). Große Ausstellungserfolge erzielte er auch in Philadelphia (1876), Paris (1878), Antwerpen (1885), Brüssel (1888), Chicago (1893) und Paris (1900, "Grand Prix"). 1896 wurde mit dem Bau des Habig-Hofs begonnen.

Habig war Gründer des Klubs österreichischer Hutfabrikanten und wirkte tonangebend in der Wiener Hutmachergenossenschaft und im österreichischen Hutmodenverein.

Auf sozialem Gebiet regte er Treueprämien für über 20 Jahre im Betrieb arbeitende Gehilfen und für tüchtige Lehrlinge an. Habig war Mitglied des Schiedsgerichts des Niederösterreichischen Gewerbevereins und richtete aus eigenen Mitteln im Technischen Museum eine Musterwerkstätte der Hutmacher ein. Zahlreiche Ehrungen (darunter Goldenes Verdienstkreuz mit der Krone, Franz-Joseph-Orden, Orden der Eisernen Krone III. Klasse, Ritterkreuz französischer Ehrenlegion, Kommerzialrat).

Habig-Hof


Literatur

  • Walter Kleindel: Das große Buch der Österreicher. 4500 Personendarstellungen in Wort und Bild, Namen, Daten, Fakten. Unter Mitarbeit von Hans Veigl. Wien: Kremayr & Scheriau 1987
  • Rudolf von Granichstaedten-Cerva / Josef Mentschl / Gustav Otruba: Altösterreichische Unternehmer. 110 Lebensbilder. Wien: Bergland-Verl. 1969 (Österreich-Reihe, 365/367), S. 47 ff.
  • Die Grossindustrie Österreichs: Festgabe zum 50jährigen Regierungsjubiläum Franz Josef I. Wien: L. Weiss, A. Holzhausen , 1898, S. 440 ff
  • Österreich-ungarische Hutmacherzeitung, Jg. 23, Nr. 2
  • Hans Markl: Kennst du die berühmten letzten Ruhestätten auf den Wiener Friedhöfen? Band 1: Zentralfriedhof und Krematorium (Urnenhain). Wien: Pechan 1961
  • Richard Meister: Ruhmeshalle der Wiener Universität. Wien: Auer 1934