Pauluskapelle

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Die Pauluskapelle neben dem Bürgerspital auf dem Wolmuet-Plan (1547).
Art des Bauwerks Sakralbau
Jahr von 1532
Jahr bis 1553
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach Heiliger Paulus
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  22.08.2017 durch WIEN1\lanm08swa
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Bildname 1547_WStLA_KS_Sammelbestand_P1_00236G_pauluskapelle.jpg
Bildunterschrift  Die Pauluskapelle neben dem Bürgerspital auf dem Wolmuet-Plan (1547).
Bildquelle WStLA, Kartographische Sammlung, Sammelbestand, P1: 236 G
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
1Lobkowitzplatz1
1Gluckgasse5

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Derzeit wurden noch keine Konskriptionsnummer zu diesem Bauwerk erfasst!
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Pauluskapelle (1, Lobkowitzplatz 1, Gluckgasse 5).

Als Wolfgang Treu (Bürgermeister im Belagerungsjahr 1529) von Ferdinand I. am 30. Jänner 1530 als Entschädigung für zerstörte Besitzungen in der Vorstadt (zwei Häuser samt Weinpreßhaus) eine bisher zum Garten dies ehemaligen Claraklosters (das nun zum Bürgerspital bestimmt wurde) gehörige Parzelle erhielt, errichtete dieser nicht, wie ursprünglich beabsichtigt, ein Preßhaus, sondern ließ eine Kapelle zu Ehren der fünf Wunden Christi und des Apostels Paulus sowie eine zweite (mit dieser durch einen Gang verbundene) Kapelle zu Ehren der heiligen Maria Magdalena und des heiligen Lazarus erbauen (Weihe durch Bischof Johannes Fabri am 21. September 1532). Am 15. März 1532 hatte Ferdinand I. eine angrenzende Parzelle zur Erbauung einer Sakristei gestiftet. Nach dem Tod Treus (1540) und seines gleichnamigen Sohns (1541) ging die Obhut für die Kapelle auf das Bürgerspital über. Umbauten erfolgten 1543 (Bauarbeiten "an den Türen des Gangs in des Treuen Zimmer"), 1544 (Arbeiten an "des Treuen Orgel"), 1547 und 1549. Auf Wolmuets Stadtplan (1547) kann man die Lage der Pauluskapelle erkennen. 1553 war sie offenbar bereits profaniert und diente der Lagerung von Mostfässern.


Literatur

  • Richard Müller: Wiens räumliche Entwicklung und topographische Benennungen 1522–1740. In: Geschichte der Stadt Wien. Hg. vom Altertumsverein zu Wien. Wien: Holzhausen 1897-1918. Band 4, 1911, S. 307 f. (Quellenzitate)
  • Gustav Gugitz: Bibliographie zur Geschichte und Stadtkunde von Wien. Hg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien. Band 3: Allgemeine und besondere Topographie von Wien. Wien: Jugend & Volk 1956, S. 285
  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 6, 1. Teil. Wien ²1956 (Manuskript im WStLA), S. 145