Paula Wessely

Aus Wien Geschichte Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmplakat für "Ernte" (1936)
Personenname Wessely, Paula
Abweichende Namensform
Titel Kammerschauspielerin
Geschlecht weiblich
GND 118631756
Geburtsdatum 20.01.1907
Geburtsort Wien
Sterbedatum 11.05.2000
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum 24.05.2000
Friedhof Friedhof Grinzing
Grabstelle Gruppe 6, Reihe 3, Nr. 3
Ehrengrab
Beruf Schauspielerin
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche Paula-Wessely-Weg
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  27.02.2018 durch WIEN1\lanm09eic
Export RDF-Export (Resource Description Framework) RDF
Bildname Paulawessely.png
Bildunterschrift  Filmplakat für "Ernte" (1936)
Bildquelle Wienbibliothek im Rathaus / Plakatsammlung, TP-13577
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0

Es wurden noch keine Funktionen zu dieser Person erfasst!

AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Wiener Ehrenmedaille in Gold8 Juni 1967
Reinhardt-Ring24 April 1949
Ferdinand-Raimund-Ring1987
Josef-Kainz-Medaille der Stadt Wien196020 September 1960
P.M.Kolbe-R.Schneider-Gedenkpreis22 Mai 1975
Alma-Seidler-Ring28 Juni 1979
Volpi-Pokal des 3. Internationalen Filmfestivals von Venedig1935
Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse9 Oktober 1963
Großes Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich12 Januar 197731 Januar 1977

Es wurden noch keine Adressen zu dieser Person erfasst!

NameVerwandtschaftsgrad
Attila HörbigerGatte
Josefine WesselyTante
Elisabeth OrthTochter
Christiane HörbigerTochter
Maresa HörbigerTochter

Es wurden noch keine Beziehungen zu dieser Person erfasst!

Wessely Paula, * 20. Jänner 1907 Wien, † 11. Mai 2000 Wien, Schauspielerin, Gatte Attila Hörbiger, Nichte der Hofschauspielerin Josefine Wessely, Mutter von Elisabeth Orth, Christiane und Maresa Hörbiger.

Wessely[1] debütierte 1924 am Deutschen Volkstheater. Nach einem Intermezzo in Prag wechselte sie 1929 vom Volkstheater ans Theater in der Josefstadt (bis 1952). Ab 1932 trat sie unter Max Reinhardt am Deutschen Theater in Berlin auf, 1933-1937 bei den Salzburger Festspielen (als Gretchen) und nach 1934 in zahlreichen Filmen (darunter 1934 Willi Forsts "Maskerade"; "Episode", 1953; "Der Engel mit der Posaune", 1948; "Maria Theresia", 1951; "Ich und meine Frau", 1953).

Paula Wessely erhält aus den Händen von Bürgermeister Bruno Marek die Goldene Ehrenmedaille der Stadt Wien (8.6.1967)

1950 gründete das Ehepaar Hörbiger die Produktionsfirma "Wessely-Film". 1953-1985 war Paula Wessely ans Burgtheater gebunden (Doyenne). 1987 nahm sie mit einem Leseabend Abschied von der Bühne.

Reinhardt-Ring (1949), Kainz-Medaille (1960), Alma-Seidler-Ring (1979).

Im Auftrag der Stadt Wien hat eine HistorikerInnen-Kommission die historische Bedeutung jener Persönlichkeiten, nach denen Wiener Straßen benannt sind, von 2011 bis 2013 untersucht sowie eine zeithistorische Kontextualisierung vorgenommen. Laut Abschlussbericht dieser Forschungsgruppe blieb Paula Wessely auch in der NS-Zeit eine der gefragtesten deutschen Film- und Theaterschauspielerinnen, die bei der NS-Führungsriege in hoher Gunst stand. 1938 gab sie eine Abstimmungsempfehlung ab und wirkte gemeinsam mit ihrem Ehemann Attila Hörbiger im Propagandafilm „Heimkehr“ (1941) mit. Die beiden verhalfen andererseits jedoch nach dem „Anschluss“ mehreren jüdischen Künstlern zur Flucht aus Österreich. Nach Kriegsende wurde Wessely in der US-Zone vorübergehend mit einem Auftrittsverbot belegt.[2]

Paula-Wessely-Weg

Literatur

  • Isabella Ackerl / Friedrich Weissensteiner: Österreichisches Personenlexikon [der Ersten und Zweiten Republik]. Wien: Ueberreuter 1992
  • Richard Bamberger [Hg.]: Österreich-Lexikon in zwei Bänden. Wien: Verlags-Gemeinschaft Österreich-Lexikon 1995
  • Ernst Bruckmüller [Hg.]: Personen Lexikon Österreich. Wien 2001
  • Friedrich Weissensteiner: Publikumslieblinge. Von Hans Albers bis Paula Wessely. Wien: Kremayr & Scheriau 1993, S. 200 ff.
  • Edda Fuhrich / Gisela Prossnitz [Hg.]: Paula Wessely, Attila Hörbiger. Ihr Leben - ihr Spiel. Eine Dokumentation. Müchen: Langen Müller 1992
  • Elisabeth Orth: Märchen ihres Lebens. Meine Eltern Paula Wessely und Attila Hörbiger. Wien [u.a.]: Molden 1975
  • Peter Autengruber, Lexikon der Wiener Straßennamen. Bedeutung, Herkunft, frühere Bezeichnungen. Wien: Pichler Verlag 2014, 9. Auflage, S. 227
  • Peter Autengruber / Birgit Nemec / Oliver Rathkolb / Florian Wenninger: Umstrittene Wiener Straßennamen. Ein kritisches Lesebuch. Wien: Pichler Verlag 2014, S. 250–254
  • Peter Autengruber / Birgit Nemec / Oliver Rathkolb / Florian Wenninger: Forschungsprojektendbericht "Straßennamen Wiens seit 1860 als 'Politische Erinnerungsorte'". Wien 2013

Einzelnachweise

  1. "[E]ine der bedeutendsten Schauspielerinnen des deutschsprachigen Theaters"; laut Richard Bamberger / Franz Maier-Bruck: Österreich-Lexikon in zwei Bänden. Wien: Österreichischer Bundesverlag / Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1966.
  2. Vgl. auch Autengruber.