Pálffypalais (1, Josefsplatz 6)

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Pálffypalais (1950)
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung Palais Palffy
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  13.01.2017 durch DYN\krabina
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Bildname Pálffypalais.jpg
Bildunterschrift  Pálffypalais (1950)
Bildquelle WStLA, Fotos des Presse- und Informationsdienstes, FC1: 50197/7
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
Innere StadtJosefsplatz6
Innere StadtDorotheergasse20

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Innere Stadt113017701795
Innere Stadt122517951821
Innere Stadt115618211862
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Pálffypalais (1, Josefsplatz 6). Zwischen 1357 und 1372 befand sich hier das Haus der Grafen von Maidburg. Das Gebäude, in das Ende des 14. Jahrhunderts die „österreichische Kanzlei" aus der Unteren Bräunerstraße verlegt wurde, gehörte um 1500 dem noch minderjährigen Siegmund von Herberstein, 1547 Fürst Kinsky und 1573 dem Oberstallmeister Maximilians II., Rudolf Freiherr von Lambach, der das Haus demolieren und (unter Benützung eines Teils des Salmschen Hauses und zweier benachbarter Bürgerhäuser) ein Palais erbauen ließ (schlichte Renaissancefassade, um 1575). Am 22. Februar 1578 wurde der Besitz zum adeligen Freisitz erhoben. Seine Witwe Maria Magdalena, geborene Freiin von Pálffy, vererbte 1590 das Palais ihrem Sohn Eusebius († 1622), dieser an seine Tochter Maria Franziska. 1684 wurde das Palais ein Majorat der Fürstlich-Pálffyschen Familie. Es weist eine bedeutsame musikalische Tradition auf; unter anderem trat als Kind Wolfgang Amadeus Mozart auf, der später hier in privatem Rahmen seinen „Figaro" vorgestellt haben soll (Erstaufführung am 1. Mai 1786 im Hofburgtheater); der „Figaro-Saal" führt danach seinen Namen. Das Innere des Pálffypalais wurde 1875 umgestaltet. 1908 war hier die italienische Gesandtschaft untergebracht. Nach schwerer Beschädigung durch Fliegerbomben (1944) erfolgte 1956 mit staatlicher Unterstützung im Stil der 50er Jahre der Um- und Neubau zu einem repräsentativen Veranstaltungszentrum für Kongresse (bis zu 300 Personen). Sitz des Vereins „Österreich-Haus", der auf Österreich bezogene Ausstellungen organisiert und das Pálffypalais an österreichisch und ausländische Gesandten sowie für kulturelle Veranstaltungen vermietet.

Literatur

  • Felix Czeike: Wien. Kunst und Kultur-Lexikon. Stadtführer und Handbuch. München: Süddeutscher Verlag 1976, S. 87
  • Felix Czeike: Wien. Innere Stadt. Kunst- und Kulturführer. Wien: Jugend und Volk, Ed. Wien, Dachs-Verlag 1993, S. 98 f.
  • Gustav Gugitz: Bibliographie zur Geschichte und Stadtkunde von Wien. Hg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien. Band 3: Allgemeine und besondere Topographie von Wien. Wien: Jugend & Volk 1956, S. 402
  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 6, 2. Teil. Wien ²1957 (Manuskript im WStLA), S. 311 f.
  • Justus Schmidt / Hans Tietze: Dehio Wien. Wien: A. Schroll 1954 (Bundesdenkmalamt: Die Kunstdenkmäler Österreichs), S. 77